Hausarbeit zum Thema Herr der Ringe

Vergleich zwischen den Elben aus Tolkiens „Herr der Ringe“ und den Engeln aus Rilkes „Duineser Elegien“

Inhalt:

  • 1. Einleitung
  • 2. Überlegenheit
  • 2.1. Elben
  • 2.2. Engel
  • 3. Schönheit
  • 3.1. Elben
  • 3.2. Engel
  • 4. Fazit

1. Einleitung

Der „Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien ist ein weltbekanntes Buch. Es ist nicht nur bei Fantasy-Fans beliebt, auch Literaturwissenschaftler können den drei Bänden viel abgewinnen. Auch die „Duineser Elegien“ von Rainer Maria Rilke sind fast jedem Literaturliebhaber bekannt.
Wenn man beide Werke aufmerksam liest, fallen Parallelen zwischen den Engeln in den „Elegien“ und den Elben im „Herrn der Ringe“ auf. Das Geschlecht der Engel und das Elbenvolk haben viele Gemeinsamkeiten. Da es den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde, alle Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, soll sich hier nur auf zwei besonders herausstechende Eigenschaften konzentriert werden.


Zunächst soll die Überlegenheit, die beide Lebewesen auszeichnet, beleuchtet werden. Anschließend wird auf die Schönheit der Elben und der Engel eingegangen werden. Da die Schönheit bei den Engeln ganz stark mit deren Schrecklichkeit verbunden ist, wird bei den Engeln auch eben diese Schrecklichkeit nicht außer Acht gelassen werden.
Während der Überlegungen werden stets zuerst die Elben und anschließend die Engel diskutiert werden. Zum Abschluss folgt eine Zusammenfassung.
Sowohl im „Herrn der Ringe“, als auch in den „Duinerser Elegien“ sind nicht Elben und Engel nicht ständig präsent.
„Der Ausdruck `Engel` taucht fast in allen Elegien auf mit Ausnahme der dritten, sechsten und achten Elegie: Das Wort `Engel` findet sich viermal in der ersten, zweimal in der zweiten, dreimal in der vierten, zweimal in der fünften, viermal in der siebten, einmal in der neunten und einmal in der zehnten Elegie.“1
Doch obwohl die Engel in den „Elegien“ nicht ständig genannt werden, handeln die „Elegien“ doch vor allem von ihnen. Im Gegensatz dazu sind die Elben im „Herrn der Ringe“ nicht die Hauptfiguren. In der Trilogie geht es vor allem um Frodo, der sich als Ringträger auf eine Reise begibt und somit am Ende, grob gesagt, „die Welt“ rettet. Die Elben sind eigentlich nur Randfiguren. Natürlich wird, besonders im ersten Band, Frodo von einem Elb, Legolas, begleitet doch spielt dieser keine größere Rolle, als zum Beispiel der Zwerg Gimli. Die Elben sind also im „Herrn der Ringe“ nicht die Protagonisten, während die Engel in den „Elegien“ schon eher solch eine Rolle einnehmen.

2. Überlegenheit
2.1. Elben

Die Elben sind in jeder Hinsicht den anderen Völkern aus Mittelerde überlegen. Sie führen ein „schwereloses“ Leben. Sie sind keinerlei Druck ausgesetzt, Sie haben kein Interesse für das Geschehen um sie herum. Sie wollen gar nicht ihre selbst aufgelegten Grenzen überschreiten und wollen nichts entdecken oder dazulernen. Sie sind zufrieden wie sie sind und wollen nichts Neues, im Gegenteil sie Leben in stiller Erinnerung an eine andere Zeit, an eine Zeit „in der die Welt noch jung war“. Die Elben bleiben einfach in ihren Bahnen. Sie verstehen das Schicksal und die Probleme der anderen Lebewesen nicht. Das macht sie einerseits „schrecklich“, wie auch die Engel, andererseits macht sie das auch überlegen.
Die Elben stammen auch aus einer anderen Zeit, sie sind entrückt und haben selbst ein anderes Zeitgefühl. Die Elben sind, wie im Simarillion ausführlich beschrieben wird, das erstgeborene Volk. Schon dieser Umstand allein, macht sie mächtig und überlegen. Die Elben haben also nicht nur ein anderen Zeitgefühl, sie stammen sogar selbst aus einer andere Zeit. Am Ende ihres „Lebens“ verlassen sie die Welt und fahren mit einem Schiff zu den „grauen Anfurten“. Sie wissen also, dass sie nur eine Zeitlang in Mittelerde leben werden. Und obwohl diese vielen Jahre sowohl für einen Menschen, als auch für einen Hobbit, eine sehr lange Zeit sind, beginnt das Leben der Elben für sie eigentlich erst, wenn sie Mittelerde verlassen haben. Die „grauen Anfurten“ machen den Eindruck, eine Art Paradies zu sein, eine Art Himmel, wenn man sie mit dem christlichen Glauben in Verbindung bringen will.
Elben sind unsterblich. Auch wenn sie nur einen begrenzten Zeitraum in Mittelerde verbringen, sterben sie danach nicht. In ihrem „Paradies“ leben sie weiter. Nur durch Verletzungen oder innere Trauer kann das Leben eines Elbes beendet werden.
Die Elben sind ein unrationales Volk. Sie haben gar kein Wissen, welches sie anderen Völkern weitergeben könnten, selbst wenn sie es wollen würden. Sie vertrauen auf den Mythos der vergangenen Zeit und leben danach.
Elben stehen also, schlicht ausgedrückt, für „das Wunderbare“. Sie sind außerdem eine Verkörperung der Kunst, wie Tolkien selbst zugab.
Auch dem Ring verfallen sie nicht. Während andere Völker nur danach trachten den mächtigen Ring zu besitzen und zu benutzen, stehen die Elben ihm gleichgültig gegenüber. Ihnen ist es egal, ob sie noch mehr Macht besitzen oder nicht.
Die Ringe können den Elben nichts anhaben, sie nehmen sie nicht einmal wirklich ernst.
„In Eregion wurden vor langer Zeit viele Elbenringe geschmiedet. Zauberringe, wie ihr sie nennt, und sie waren natürlich von verschiedener Art, manche stärker und manche schwächer. Die minderen Ringe waren nur Übungen in der noch nicht voll entfalteter Kunst, für die Elbenschmiede kaum mehr als Spielzeug – und dennoch, wie mir scheint, für Sterbliche immer noch gefährlich genug.“2
Sie sind zufrieden mit ihrem Leben. Die Elben sind das „reine Volk“. Die Elben wollen ihr Leben in Ruhe leben, brauchen keine Ablenkung. Sie wollen nur Schöpfen, sie verkörpern den Kunstbegriff. Doch die Kunst ist für sie Zweckfrei. Ganz nach l´art pour l´art wollen sie mit ihrer Kunst nichts erreichen, außer vielleicht Schönheit.
Die Elben schaffen Ihre Kunst aber eigentlich ohne jedes Ziel. Das Schöpfen ist nur ein Selbstzweck, denn eine Veränderung ist nicht das Ziel des schönes Volkes. Sie sind, wie gesagt, zufrieden, ja sogar glücklich mit dem was sie haben. Die Elben streben eigentlich nicht nach Wissen, nur eventuell nach Wissen in der Kunst, da sie schöne, kunstvolle Dinge herstellen wollen.
Sie brauchen auch keinen Kontakt zu anderen. „Aber wir brauchen keine Gesellschaft“3, sagen die Elben über sich selbst.
Die Elben sind nicht nur überlegen, sondern auch gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit grenzt schon an eine gewissen Arroganz gegenüber den übrigen Völkern Mittelerdes.
„`Der Unterschied zwischen zwei Sterblichen ist für uns nicht leicht zu erkennen`, sagte der Elb. `Welch ein Unverstand, Lindir!` schimpfte Bilbo. `Wenn du einen Menschen nicht von einem Hobbit unterscheiden kannst, steht es um dein Urteilsvermögen schlechter, als ich dachte. Wir sind so verschieden wie Erbsen von Äpfeln.` `Mag sein. Für das Schaf ist jedes Schaf ein anderes.` spöttelte Lindir. `Und vielleicht auch für den Schäfer. Doch die Sterblichen haben wir kaum erforscht. Wir haben anders zu tun.`“4
Die Elben sind allen anderen Völkern, wie gesagt, in fast jeder Hinsicht überlegen. Das fängt schon bei rein physischen Dingen an, wie ihren guten Augen. „`Scharf sind der Elben Augen`, sagte er.“5 Legolas kann stets weiter sehen, als seine Gefährten. Wann immer ein genauer Blick gefragt ist, wird der Elb zu Rate gezogen.
Auch mit Tieren, allen voran Pferden, können die Elben besonderes gut umgehen. Pferde vertrauen ihnen. Die Elben leben schließlich ganz im Einklang mit der Natur, zu der ja auch Tiere gehören.
„Ein kleineres und leichteres, doch eigenwilliges und feuriges Pferd wurde für Legolas gebracht. Arod hieß es. Legolas jedoch bat darum, dem Tier Sattel und Zaumzeug abzunehmen. `Das brauche ich nicht`, sagte er, sprang mühelos auf den Rücken des Tieres. Zur Verwunderung aller war Arod zahm und gefügig und ging auf Zureden hierhin und dorthin: Dies war die elbische Art des Umgangs mit allen guten Tieren.“6
Wie erwähnt, sind Elben stark mit der Natur verbunden. Sie spüren die Natur, den Wald und die Pflanzen.
„`Was immer man von ihm erzählen mag, ich habe nicht das Gefühl, dass dieser Wald bösartig ist`, sagte Legolas. Er stand unter den vordersten Bäumen vorgebeugt, las horchte er und spähte mit großen Augen in die Schatten hinein. `Nein, bös ist er nicht; oder, wenn etwas darin bös ist, dann weit von hier. Nur ein sehr schwaches Echo von dunklen Stellen höre ich, wo die Bäume ein schwarzes Herz haben. Keine Tücke ist hier in der Nähe, wohl aber Wut und Wachsamkeit.` `Na, auf mich kann er keine Wut haben`, sagte Gimli. `Ich habe ihm nichts getan.` `Nur gut so!` sagte Legolas. `Dennoch, ihm ist etwas angetan worden. Da drinnen geschieht etwas, oder es bahnt sich an. Spürt ihr nicht die Spannung in der Luft? Mit nimmt es den Atem.`“ 7
Sie können quasi in die Natur hineinhorchen. Sie hören, was die Pflanzen denken und mitteilen wollen.
„`Die seltsamsten Bäume, die ich je gesehen, sind dies` sagte er; `und dabei hab ich doch viele, selbst Eichen, vom Samen bis ins morsche Alter hinein wachsen sehn. Hätt´ ich nur Muße, unter sie zu gehen! Sie haben Stimmen, und mit der Zeit verstünde ich vielleicht ihre Gedanken.`“8
Das Geschlecht der Elben lebt mit der Natur und beherrscht sie. Sie können über die Natur und ihre Auswirkungen bestimmen:
„`Wer hat die Flut losgelassen?` fragte Frodo. `Elrond hat sie befohlen`, antwortet Gandalf. `Der Fluss in diesem Tal gehorcht ihm und schwillt wütend an, wenn er es für nötig hält, die Furt zu sperren.`“9
Doch nicht nur die Natur können die Elben leicht durchschauen. Auch andere Lebewesen sind für sie wie ein „offenes Buch“.
„`Verlass ihn bloß nicht! Haben sie zu mir gesagt. Ihn verlassen? Sag´ ich. Nie! Ich geh` mit ihm, und wenn er auf den Mond klettert; und wenn einer von diesen schwarzen Reitern ihm in die Quere kommt, dann kriegt er´s mit Sam Gamdschie zu tun, hab ich gesagt, und sie haben gelacht.` `Wer sind sie, und wovon redest du?´ `Die Elben, Herr Frodo. Wir haben noch ein bisschen geredet, heute Nacht, und sie wussten anscheinend, dass du fortgehst, darum fand ich es sinnlos, es zu bestreiten. Wundervolle Leute, diese Elben, wundervoll!` `Stimmt`, sagte Frodo. `Also gefallen sie dir immer noch, auch wo du sie jetzt näher kennst?` `Sie stehen wohl sozusagen ein bisschen drüber, ob sie mir gefallen oder nicht`, antwortete Sam langsam. `Es kommt wohl nicht darauf an, was ich über sie denken. Sie sind so ganz anders, als ich gedacht hatte – so alt und so jung, so lustig und traurig, könnte man sagen.`“10
Doch selbst, wenn vor den Elben kein Geheimnis verborgen zu bleiben scheint, und sie wahrscheinlich alles wissen, behalten sie ihr Wissen gern für sich. Wenn die anderen Völker auf einen Rat von ihnen hoffen, werden sie meist enttäuscht. „Hole nie der Elben Rat ein, denn sie werden sowohl ja wie nein sagen!“11
Wie erwähnt, kann vor einem Elb nichts verborgen bleiben. Dies hängt auch mit den extrem geschärften Sinnen des „schönen Volkes“ zusammen. Ihre Augen und ihre Ohren sind denen eines Menschen und auch zum Beispiel denen eines Hobbits, weit überlegen.
„`Ja, Elben sind es`, sagte Legolas, `und sie sagen, ihr schnauft so laut, dass sie euch im Dunkeln erschießen könnten.`“12
Die Elben schlafen nicht, wie wir es gewohnt sind. Hobbits, oder eben auch Menschen, schlafen mit geschlossenen Augen und bekommen nichts von dem, was um sie herum geschieht mit. Elben hingegen „schlafen“ mit geöffneten Augen.
„Legolas lag schon reglos da, die schlanken Hände auf der Brust gefaltet, die Augen offen, sodass sich die Vorgänge der Nacht mit tiefen Träumen vermischten, wie die Elben zu schlafen pflegen.“13
Elben sind generell eher furchtlos. Sie zeigen ihre Angst, wenn überhaupt vorhanden, kaum. Selbst die größten Gefahren und schrecklichsten Gespenster rufen keine Angst in Elben hervor.
„Die Reiter hielten, und unter ihnen war keiner, dem es nicht bang ums Herz geworden wäre, bis auf Legolas, denn einen Elben können die Gespenster der Menschen nicht schrecken.“14
Die Nahrung ist ein weiterer Punkt, in dem die Elben den anderen Völkern überlegen sind.
Die „Lembas“, ähnlich wie Plätzchen, tragen die Hobbits lange mit sich, und sie helfen ihnen aus vielen misslichen Lagen in denen sie nichts anderes zu Essen haben.
Doch nicht nur die Lembas sind eine Spezialität der Elben. Auch ihre Getränke sind besonders bekömmlich.
„`Trinket dies!` sagte Glorfindel und schenkte reihum jedem ein wenig von einer Flüssigkeit aus einer silberbeschlagenen Lederflasche ein. Sie war klar wie Quellwasser und ohne Geschmack, im Munde weder kalt noch warm, und dennoch schienen Kraft und Lebensmut in alle ihre Glieder zu strömen, als sie davon tranken. Selbst das altbackene Brot und die Trockenfrüchte (denn nichts anderes hatten sie mehr) schienen nach einem solchen Trank ihren Hunger besser zu stillen, als manch ein gutes auenländisches Frühstück.“15
„`Doch wir nenne es Lembas oder Reisebrot. Nahrhafter ist es als alles Menschenfutter, und übrigens, wie alle Kenner urteilen, auch schmackhafter als Cram.` (…) Die Kekse halten sich viele Tage lang frisch, wenn unangebrochen und in Laub eingewickelt, so wie wir sie euch bringen. Ein einziger genügt, um einen Reisenden, und sei er selbst einer der großen Menschen von Minas Tirith, auf einem schweren Tagesmarsch bei Kräften zu halten.`“16
„Als sie sich über ihre Vorräte hermachten, stellten sie fest, dass die ihre Wasserflaschen mit einem klaren, blass goldenen Trank gefüllt hatten, der roch wie ein von vielen Blüten abgeweideter Honig und wunderbar erfrischte. Sehr bald waren sie in ausgelassener Stimmung.“17
Ebenso wie ihre Speisen und Getränke Kraft verleihen, können Elben heilen. Ihnen fällt es zum Beispiel leicht, eine Wunde schnell verheilen zu lassen und dem Leidenden Trost zu spenden.
„Er tastete die Wunde an Frodos Schulter mit den Fingern ab, und sein Gesicht wurde noch ernster, als habe er etwas sehr Beunruhigendes erkannt. Frodo aber spürte, wie die Kälte in seiner Schulter und in seinem Arm nachließ; ein wenig Wärme schien von den Schulter bis zur Hand herabzuströmen, und der Schmerz wurde erträglicher. Ach die Abenddämmerung um ihn schien heller zu werden, als hätte eine Wolke sich verzogen. Er sah die Gesichter der Freunde wieder deutlicher, und ein wenig Hoffnung und frische Kraft kehrten wieder.“18
Sogar die Art wie Elben sich fortbewegen ist äußert geschickt. Sie „schleichen“ förmlich, gehen so gut wie lautlos. Nicht nur auf Pferden oder im Schnee sind die Elben Meister der Fortbewegung, sondern vor allem auch während des normalen Gehens.
„Legolas schaute ihnen eine Weile lächelnd zu, dann sagte er zu den anderen: `Die Stärksten müssen einen Weg bahnen, meint ihr? Ich aber sage, zum Pflügen nehmt einen Ochsen und zum Schwimmen einen Otter, doch zum Laufen über Gras, Laub oder Schnee nehmt – einen Elben!` Damit sprang er leichtfüßig davon, und Frodo fiel zum ersten Mal auf, obwohl er es längst wusste, dass der Elb keine Stiefel, sondern wie immer nur leichte Schuhe trug, und seine Füße drückten sich nur wenig in den Schnee ein.“19
Auch das Thema „Magie“ soll nicht außer Acht gelassen werden, wenn es um die Überlegenheit der Elben geht. Sie benutzen dieses Wort zwar selbst eigentlich nicht, dennoch steht es für die Hobbits außer Frage, dass es sich bei einigen „Spielerein“ der Elben um „Magie“ handelt. So zum Beispiel bei Galadriels Zauberspiegel:
„`Wenn irgendeine Magie im Spiel ist, dann steckt sie irgendwo ganz tief drin, wo ich nicht mit dem Finger drauf zeigen kann, sozusagen.` ´Man kann sie überall sehen und spüren`, sagte Frodo. `Na, aber man sieht niemanden, der irgendwas zaubert. Keine Feuerwerke, wie sie der arme Gandalf gemacht hat, nichts zum Vorzeigen! Warum wir bloß den Herrn und die hohe Frau in all den Tagen nicht zu sehen kriegen? Ich kann mir vorstellen, sie könnte ein paar herrliche Sachen machen, wenn sie wollte. Ich würde so gern mal ein bisschen Elbenzauber sehen, Herr Frodo.`“20

2.2. Engel

Auch der Engel ist den Menschen in vielen Dingen weit überlegen. Schon schnell wird klar, dass der Engel in den „Duineser Elegien“, ganz wie die Elben im „Herrn der Ringe“, nichts für andere Völker übrig hat. „Der Engel der Elegien interessiert sich überhaupt nicht für den Menschen. Das Interesse an der Beziehung zwischen dem Engel und dem Menschen liegt nur auf der Seite des Menschen.“21
Der Engel ist dem Menschen gegenüber gleichgültig, und er ist stärker als ein Mensch.
„…weil die Seinsstruktur zwischen dem Engel und dem Menschen unterschiedlich ist: der Engel ist ein `stärker(es)`Dasein als der Mensch. Die Unmöglichkeit des Bezuges zwischen dem Engel und dem Menschen, die in den zwei Sätzen erscheint, ist als elegisches Motiv Ausgangspunkt des gesamten Elegienzyklus. Der Konflikt zwischen dem lyrischen Ich und dem Engel ist nur des lyrischen Ichs Sache, nicht die des Engels. Denn der Engel in den Elegien erscheint lediglich als passives Symbol, das nur von lyrischen Ich geschildert wird. Das lyrische Ich allein wünscht sich den Bezug zu dem Engel und gerät deshalb in Verzweiflung, weil der gewünschte Kontakt des lyrischen Ichs nicht erreichbar und das Ich sich dieser Vergeblichkeit schon vor dem ersten Ansprechen des hypothetischen Wunsches bewusst ist. Der Engel tut nichts gegen oder für das lyrische Ich und auch für sich selbst.“22
Der Mensch sehnt sich nach dem Engel, er erkennt, dass der Engel eine „höher gestellte“ Figur ist.
„Dass der unlösbare Wunsch, auf den der klagende Zustand des lyrischen Ichs durch die irreale Aussage als Möglichkeitsform reduziert wird, sich nach dem Dasein in unser Bewusstsein richtet, bedeutet, dass der Engel ein Gegenstand unserer Sehnsucht ist. Die Eigenschaft, die das lyrische Ich den Engel als Gegenstand der Sehnsucht wählen lässt, ist, dass der Engel stärker als das lyrische Ich ist.“23
In einem Brief an Witold Hulewicz schreibt Rilke selbst über die Überlegenheit der Engel. Manfred Engel meint dazu:
„Hierbei werden der Engel und der Mensch in Hinsicht ihres unterschiedlichen Erkenntnisvermögens miteinander verglichen. `Wir` als eine Bezeichnung des Menschen sind diejenigen, die immer noch `die Verwandlung des Sichtbaren in Unsichtbares` leisten, und tragen daher den Status `Verwandler`, während der Engel derjenige ist, der diese Verwandlung schon vollzogen hat.“24
Weiter schreibt Engel: „Der Engel ist deswegen stärker als wir, und zwar übermenschlich, weil er `den höheren Rang der Realität` erkennt, den wir nicht erreichen können. Dieser Engel als übermenschliches Dasein, das vom menschlichen Dasein unterschieden wird, muss seinerseits vor Gott als dem vollkommensten Sein unterschieden werden.“25
Der Mensch will sein wie der Engel, aber er kann nicht.
„Wir verlangen von uns, wie der Engel zu werden. Aber wir können nicht einmal den nächst höheren Rang erreichen. (…) Aber diese Distanz ist so groß, dass wir unser Ziel nicht erreichen können, ein so starkes Dasein zu erreichen, dass wir den Engeln gleichen oder zumindest – werbend – mit ihnen in ebenbürtigen Kontakt treten können.“26
Die Engel sind, laut Manfred Engel, zwar schon im Menschen selbst vorhanden, aber trotzdem dem Menschen überlegen.
„Die Engel, die als Entfaltung des Ichs durch die Entzweiung des menschlichen Bewusstseins vom Subjekt erzeugt werden, werden als `die uns übertreffenden Wesen` betrachtet. Das bedeutet, dass das Bewusstsein der `uns übertreffenden Wesen` sich in uns befindet.“27
Ähnlich wie auch die Elben, werden die Engel als „Krone der Schöpfung“ angesehen, die den Menschen, der ja in der Umgangssprache eigentlich diese „Krone der Schöpfung“ ist, weit übertreffen.
„In diesem Sinne beschreibt der Begriff die Engel als perfekte Kreaturen, als Resultat eines `geglückten` Schöpfungsaktes, als Dasein, das Mangel und Unzufriedenheit nicht kennt, zugleich aber auch als perspektivlose weil fertige Wesen, denen die Möglichkeit einer autonomen Entwicklung nicht mehr gegeben ist.“28
Die Engel in den „Duineser Elegien“ sind also eine Art „perfekte Wesen“, jedoch muss das nicht unbedingt nur von Vorteil sein. Perfektion kann auch langweilen, allen voran den Perfekten selbst. Dennoch würde der Mensch gern selbst wie der Engel sein. Man strebt schließlich stets nach Perfektion und nur weil dies eigentlich niemand erreicht, sehnt man sich weiter danach.
„Der Engel hat unter diesen eine herausgehobene Bedeutung in den Elegien. Denn er erscheint hier als ein Dasein, das schon etwas erreicht hat, nachdem wir uns sehnen. Die Welt ist uns wegen des polaren Bewusstseins als entzweit bewusst, während sie für ihn `die große Einheit` ist. Die Engel spielen in den Elegien auch eine besondere Rolle in der Funktion als `uns übertreffende Wesen`. Wenn wir auch die `Umwandlung des Sichtbaren in Unsichtbares` in uns verwirklicht haben, sind die Engel uns immer noch als `uns übertreffende Wesen` bewusst. Unser Bewusstsein vom Engel prägt zugleich unser Selbstbewusstsein und lässt uns in die Verzweiflung geraten, die dem Bewusstsein der menschlichen Begrenztheit entspringt. Daraus ergibt sich: der Engel als ein vollkommenes Wesen ist der Gegenstand unserer Sehnsucht und zugleich der unserer Furcht.“29
Der Mensch möchte also so sein wie der Engel. Doch er kann es nicht. „Der `Engel` ist Vor- und Gegenbild des Menschen.“30 Der Mensch will dem Engel ehrenbürtig werden, doch seine Mittel sind begrenzt.

3. Schönheit
3.1. Elben

Die Elben werden nicht umsonst auch „das Schöne Volk“ genannt. Immer wieder wird in allen drei Bänden des „Herrn der Ringe“ die Schönheit der Elben erwähnt, und damit verbunden auch die Erfurcht, die die anderen Völker den Elben aufgrund ihrer Schönheit entgegenbringen.


„Glorfindel war groß und schlank, das Haar golden schimmernd, das Gesicht edel, jugendlich, furchtlos und heiter, die Augen hell und scharf. Seine Stimme klang wie ein Orchester, Weisheit leuchtete ihm von der Stirn, und wie viel Kraft in seiner Hand war, konnte man nur ahnen. Elronds Gesicht war zeitlos, nicht alt und nicht jung, doch stand die Erinnerung an viel Freud und Leid darin eingeschrieben. Sein Haar war dunkel wie Schatten im Zwielicht und mit einem silbernen Reif gekrönt; seine Augen waren grau wie ein schöner Abend, und aus ihnen schimmerte ein Licht wie von Sternen. Ehrwürdig sah er aus wie ein König mit vielen Wintern auf dem Scheitel und doch rüstig wie ein kampferprobter Krieger in der Fülle seiner Kraft. Er war der Herr von Bruchtal und ein Mächtiger unter den Elben wie unter den Menschen.“31
Nicht nur die Elben selbst sind wunderschöne Wesen, auch ihre Umgebung, ihr „zu Hause“ ist prächtig und strahlend.
„`Nein, du verstehest nicht`, sagte Gimli. `Kein Zwerg könnte solche Schönheit ungerührt lassen.“32
Sogar die Zwerge, die sonst nicht für ihre Zartheit und Schönheit bekannt sind, lassen sich von den Elben beeindrucken.
Als schönste aller Elbenfrauen gilt wohl Galadriel. Auch von ihr ist Gimli stark beeindruck.
„Ich wünschte, ich könnte ein Lied über sie machen. Schön ist sie, Herr! Wunderschön! Manchmal wie ein hoher Baum in Blüte, manchmal wie ein weiße Narzisse, so klein und zierlich. Hart wie Diamant, weich wie Mondlicht. Warm wie die Sonne, kalt wie der Frost in den Sternen. Stolz und fern wie ein schneebedeckter Berggipfel und ausgelassen wie ein junges Ding beim Tanz in den Frühling.“33
Auch der Elb Legolas selbst ist immer noch von der Schönheit seiner Heimat beeindruckt. Hier kann er Kraft sammeln für die Abenteuer, die vor ihm liegen.
„`Und ich`, sagte Legolas, `will noch eine Weile durch diesen schönen Landes Wälder wandeln: Das gibt mir Ruhe genug. In künftigen Tagen, wenn die Elbenfürsten es mir gestatten, werden manche aus unserem Volk hier wanden; und ein seliges Land wäre es dann für eine Weile.`“34
Obwohl Legolas von Geburt an die Schönheit der Elbenwälder gewohnt ist, kann er die Pracht seiner Heimat nicht verdrängen. Auch in der Ferne, unterwegs um gefährliche Abenteuer zu meistern, denkt er stets daran.
„´Lothlóriens Wälder stehen dort`, sagte Legolas,´ der Länder schönstes, von allen, die mein Volk bewohnt. Nichts kommt den Bäumen dort gleich. Denn golden werden ihre Blätter im Herbst, statt zu fallen. Erst wenn der Lenz kommt und das junge Grün aufbricht, fallen sie ab; und alsbald sind die Zweige schwer von gelben Blüten. Golden ist dann der Boden des Waldes und golden sein Dach, und silbern sind die Säulen, denn die Rinde der Stämme ist glatt und grau. So heißt es noch heute in unseren Liedern, wie wir sie im Düsterwald singen. Von Herzen froh wär ich, könnt´ ich im Frühling am Saum jenes Waldes verweilen.`“35
Lórien, die Heimat der Elben ist perfekt, nichts stört seine Perfektion.
„Nichts von all dem, was hier wuchs, war fehlerhaft, krank oder missgebildet. Am Lande Lórien war kein Makel.“36
In der wunderschönen Heimat der Elben ist es nicht nur aufgrund der schön anzusehenden Natur angenehm, auch eine Art „Zauber“, beziehungsweise ein geheimnisvolle Macht macht das Leben in Lothlórien so hochwertig.
„`Lang ist es her, seit einer von meinem Volk wieder dies Land besuchte, von wo wir einst ausgewandert sind`, sagte Legolas, `doch hören wir dass Lórien noch nicht verlassen ist, denn eine geheime Macht wirkt hier, die alles Übel vom Land fernhält.`“37
Nicht nur die Elben selbst und auch ihre Umgebung ist prächtig und schön, auch ihre Kleidung und ihr Schmuck steht diesem in nichts nach.
„Da waren Gildor und viele vom schönen Volk; und zu Sams Verwunderung ritten Elrond und Galadriel mit ihnen. Elrond trug einen grauen Mantel, und auf der Stirn hatte er einen Stern, in der Hand eine silberne Harfe und am Finger einen goldnen Ring mit einem großen blauen Stein, Vilya, den mächtigsten der Drei. Galadriel aber saß auf einem weißen Zelter, ganz in weißen Gewändern, die schimmerten wie Wolken um den Mond, denn sie selbst schien ein sanftes Licht auszustrahlen. Am Finger hatte sie Nenya, den Ring von Mithril mit einem einzigen weißen Stein, der funkelte wie ein eisiger Stern.“38
Auch die Tiere der Elben sind stets schön anzusehen und passen gut zu den prächtigen Elben.
„Plötzlich war unten ein weißes Pferd zu sehen; sein Fell leuchtete durch die Dämmerung; sein Kopfzaum blitzte und funkelte, als wäre er so dicht mit Edelsteinen besetzt wie der Himmel mit Sternen. Der Umhang des Reiters flatterte hinter ihm drein; er hatte die Kapuze zurückgeworfen, und sein goldblondes Haar wehte schimmernd im Gegenwind. Frodo schien es, als strahlte aus Gestalt und Gewand des Reiters ein weißes Licht hervor wie durch einen dünnen Schleier.“39
Typisch für die Elben ist wohl Fräulein Nimrodel, über die Legolas ein Lied zum Besten gibt. Sie ist, ebenso wie der Rest ihres Volkes mit Schönheit gesegnet.
„Einst lebte eine Elbenmaid / So wie der Morgen hold; / Ihr Kleid, ihr Schuh war ein Geschmeid / Aus Silberglanz und Gold. / Auf ihrer Stirne stand ein Stern, / Im Haare spielte Licht / Wie auf den Hügeln Lóriens fern / Die Sonne heller nicht. / Ihr Haar fiel reich, und gliederweiß, / Und schön war sie und frei / Und bog sich wie ein junges Reis / Im Wind so sanft dabei.“40
Besonders interessant ist an dieser Stelle, dass Nimrodel eigentlich keine Rolle in den Abenteuern der Gefährten spielt. Sie wird nur am Rande erwähnt, und trotzdem ist sie ein Beispiel für all die Schönheit und Pracht der Elben. Fast so, als könnte man zufällig eine Elben auswählen und dieser währe immer so schön, dass man ein Lied über sein Aussehen dichten könnte. Es sind nicht nur einige wenige Elben, die die anderen übertreffen, jeder Elb ist schön.
Die Elben sind natürlich hübsch anzusehen, doch auch ihre Stimmen sind außergewöhnlich. Sie singen wundervoll, wie auch Frodo erfährt.
„Frodo schaute zurück und sah zwischen den grauen Baumstämmen das weiß schäumende Wasser schimmern. Nie wieder, so schien ihm, würde er eine so schöne Stimme des fließenden Wassers, wie diese hören, die ihre unzähligen Töne zu immer neuen Melodien verband.“41
Wundervolle Klänge erzeugen die Elben schon seit jeher. Schon im Simarillion ist zu lesen: „Nie wieder haben seither die Ainur eine Musik gleich dieser gespielt, doch heißt es, eine noch schönere solle von Ilúvatar nach dem Ende aller Tage erklingen, von den Chören der Ainur und den Kindern des Ilúvatars.“42
Die schönste unter den Elben ist, wie bereits erwähnt, Galadriel. Im Gegensatz zu Nimrodel spielt sie auch eine große Rolle in der Geschichte.
„Sehr groß waren sie beide, Frau Galadriel nicht minder als Herr Celeborn, sehr schön und würdevoll. Gekleidet waren sie ganz in Weiß; das Haar der hohen Frau war wie dunkles Gold das des Herrn Celeborn lang und silbrig hell. Kein Zeichen ihres Alters war zu erkennen, es sei denn in der Tiefe ihrer Augen, die scharf blickten wie Lanzen im Sternenschein und doch unergründlich waren, Brunnen uralter Erinnerungen.“43
Die Elben schüchtern die anderen Völker Mittelerdes durch ihre Schönheit fast ein wenig ein. Gerade die kleinen Hobbits wissen nicht so recht, wie sie mit den Elben umgehen sollen, sie fürchten sich fast schon vor ihnen. Die Hobbits wissen nicht so recht, was sie von den Elben halten sollen, das hat sicherlich auch mit deren Äußerem zu tun.
Galadriel ist eine gutaussehende Frau. Sie ist weiblich und strahlt Würde aus, dennoch hat sie eine eher tiefe Stimme.
„Ihre Stimme war klar und klangvoll, doch tiefer als von einer Frau zu erwarten.“44
Doch das macht sie nicht weniger attraktiv. Die tiefe Stimme verleiht ihr noch mehr Kraft und Macht. Gerade wenn man es nicht erwartet, kann eine tiefe Stimme bei einer schönen Frau sehr erotisch sein. Auch wenn es im „Herrn der Ringe“ nicht unbedingt um Erotik geht, macht die unerwartet tiefe Stimme Galadriel noch schöner.
Immer wieder ist die Rede von der ebenfalls schönen Umgebung in Lórien und den wertvollen Edelsteinen, mit denen die Heimat der Elben geschmückt ist. Doch am allerschönsten ist Galadriel.
„`Doch schöner ist Lòrien, das blüht und gedeiht, und Frau Galadriel glänzt herrlicher als alle Edelsteine, die das Erdreich birgt.`“45
Die Elben waren von jeher schön. Schon vor langer Zeit, noch lange bevor überhaupt an die Hobbits zu denken war, wurde Earendil geboren.
„Im Frühjahr darauf wurde in Gondolin Earendil, der Halb-Elb geboren, Sohn von Tuor und Idril Celebrindal; und dies war fünfhundertunddrei Jahre nach der Ankunft der Noldor in Mittelerde. Unübertrefflich schön war Earendil, denn ein Licht war in seinem Antlitz wie das Licht des Himmels; in ihm waren die Schönheit und Weisheit der Eldar mit der Kraft und Kühnheit der alten Menschen vereinigt; und immer sprach das Meer zu seinem Ohr und Herzen, wie zu Tuor, seinem Vater.“46

3.2. Engel

Der Engel in den „Duineser Elegien“ ist eigentlich ebenso schön, wie die Elben im „Herrn der Ringe“. Allerdings ist bei den Engeln die Schönheit auch eng mit Schrecklichkeit verbunden. In den „Duineser Elegien“ läuft dies Hand in Hand. Deshalb soll an dieser Stelle nicht nur auf die Schönheit, sondern vor allem auch auf das Schreckliche eingegangen werden.
„Neben dem `stärkeren` Charakter des Engels erscheinen die Eigenschaften des Engels als `schön` und `schrecklich`. Aufgrund der zeitlichen Angabe, `Anfang` können wir den Satz `das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang` zum Satz ´das Schreckliche ist nichts als des Schönen Ende` umkehren. Hierbei können wir erkennen, dass die widersprüchlichen Eigenschaften `schön` und `schrecklich` sich aus einem Dasein ableiten.“47
In einem Brief an Witold Hulewicz versucht Rilke selbst zu erklären, warum die Engel schrecklich sind.
„Der `Engel` der Elegien hat nichts mit dem Engel des christlichen Himmels zu tun (eher mit den Engelsgestalten des Islam) … Der Engel der Elegien ist dasjenige Geschöpf, in dem die Verwandlung des Sichtbaren in Unsichtbares, die wir leisten, schon vollzogen erscheint. Für den Engel der Elegien sind alle vergangenen türme und Paläste existent, weil längst unsichtbar, und die noch bestehenden Türme und Brücken unseres Daseins schon unsichtbar, obwohl noch (für uns) körperhaft andauernd. Der Engel der Elegien ist dasjenige Wesen, das dafür einsteht, im Unsichtbaren einen höheren Rang der Realität zu erkennen. – Daher `schrecklich` für uns, weil seinen Liebenden und Verwandler, doch noch am Sichtbaren hängen.“48
Ebenso wie zum Beispiel die Hobbits von den Elben eingeschüchtert sind, und nicht so sein können, wie sie, wollen die Menschen auch wie die Engel sein und schaffen es nicht.
„`Jeder Engel ist schrecklich` bedeutet, wir können keinen der Engel erreichen, selbst den nicht, der innerhalb `der Engel Ordnungen` die hierarchische unterste Position haben mag. Jeder Engel ist also als das unerreichbare utopische Bild zu verstehen. In diesem Sinne sind Engel `fast tödliche Vögel der Seele`.“49
Den Elben ist es egal, was die anderen Völker in Mittelerde über sie denken. So geht es auch den Engeln in den „Duineser Elegien“.
„Wie die bisherige Untersuchung zeigt, sind die Engel uns als `schön` und gleichzeitig `schrecklich` bewusst. Aber sie sind bis um Ende der Elegien überhaupt nicht aktiv.“50
Einen Versuch der Erklärung des Zusammenhanges von schön und schrecklich macht auch Manfred Engel:
„`Jeder Engel ist schrecklich`. Hierbei bedeutet die Schrecklichkeit der Engel allerdings, dass `die entströmte eigene Schönheit`, wie der Engel wegen unserem bipolaren Bewusstsein uns als `schön und schrecklich` in der ersten Elegie bewusst ist, von uns für schrecklich gehalten wird, weil wir wegen unseres polaren Bewusstseins keinen höheren Rang der Realität erkennen.“51
Wie bereits erwähnt, ist dem Engel alles gleichgültig. Er interessiert sich nicht für die ihm unterlegenen Menschen.
„In der fünften Elegie wird der Engel zweimal angerufen. Bei diesen beiden Anrufen sind keine Erwartungen vorausgesetzt, der Engel könne darauf antworten.“52
Der Mensch sehnt sich nach dem Engel. Man hat fast den Eindruck, dass der Mensch den Engel immer mehr will, je weniger der Engel sich für ihn interessiert.
„Der Ruf des lyrischen Ichs nach dem Engel schallt in den ersten zwei Elegien ungehört zum Rufer zurück, und deswegen fühlt das Ich, dass der Engel `schrecklich` sei. In der siebten Elegie gewinnt das lyrische Ich jedoch einen neuen Sinn seines Rufes, der sich an den Engel richtet. Der Ruf schallt nicht zum Rufer zurück, sondern `immer voll Hinweg` wie die ewige Strömung der Engel, die in den Welten der Lebenden und der Toten in der ersten Elegie tönt. Er ist immer noch unterwegs zu dem Engel. Seine Sehnsucht nach dem Engel ist nicht geschlossen, sondern offen.“53
Doch laut Manfred Engel ist der Engel nicht nur schrecklich. Er ist auch eine Art Helfer.
„Deswegen ist der Engel nicht mehr so schrecklich, wie er in den ersten zwei Elegien als das `Schreckliche` ausgedrückt ist, der unsere Begrenztheit widerspiegelt. Das Schreckliche, durch das wir uns entfremdet wurden, lässt uns die Grenze erfahren. Also wird der Engel als Helfer verstanden, der unsere existentielle Krise erweckt.“54
Der Engel ist dem Menschen überlegen. Auch wenn der Mensch ihn dafür bewundert, macht das den Engel aber auch schrecklich.
„Dagegen ist der Engel als das uns an Wissen überlegende Dasein, das die Wirklichkeit einheitlich erkennt, und damit ein Vollständigerer als wir. Dieser Engel als das `Schreckliche` erweckt unsere Unwissenheit und zeigt uns die wesentliche Wirklichkeit, die die Engel schon erkannt haben.“55
Für uns schrecklich erscheint auch die Art, wie der Engel „lebt“. „Die Einheit von Leben und Tod ist dem `Engel` Wirklichkeit.“56
Peter Por schreibt über die Engel und ihre Schönheit:
„Die Existenz des Engelbereiches – nicht mehr nur geschaffen als vollkommenen schönen Schein eines Seins – wird in eigene Existenzialität hineingerissen, er gerät in Gottexistenz, ohne aber auch, wie diese es täte, das Menschenheil mit zu verbürgen; er ist und muss sein – obschon nur erreichbar via Religion- eine nichtwiederliebende Gottheit: denn nur so, indem der Mensch aller Habe und aller Rechte entkleidet, als verlorener Sohn vor ihm steht, beglaubigt der Engel seine Eigenwirklichkeit, als eine nicht menschengeschaffene bloßen Scheines.“57

Klaus Mühl schreibt wie schrecklich der Engel ist, indem er den Menschen entwertet. „Der `Engel` entwertet den Menschen derartig weit, dass er ihn damit auch entwirklicht. Nicht bloß bleibt beim Entwerten lediglich das primitiv Untergründlichste für den Menschen übrig, wie ein Hefenboden unter dem aufsteigenden Duft des Lebensweines, sondern das Leben selber ist daraus ausgesogen, als genügte der geringste Realitätsanspruch eines Engels bereits, um der menschlichen Realität ihre gesamte abzustreiten.“58
Manfred Engel geht sogar so weit, die Engel als „fast tödlich“ zu beschreiben. „Klagend nennt er die Engel `fast tödliche Vögel der Seele`, ein Bild, das gefüllt ist mit der Vorstellung der Engelflügel, aber auch mit ihrer uns übertreffenden Daseinsleichtigkeit, Beweglichkeit und mit ihrem Leben im Unsichtbaren, wodurch sie gerade für unsern Seelenraum so voll Bedeutung sind. Sie sind `fast tödlich`, weil sie, wie Vers 6 der ersten Elegie sagte, `gelassen verschmähen, uns zu zerstören`“.59
Im „Herrn der Ringe“ werden die Elben oft als besonders hell und weiß beschrieben. Auch die Engel in den „Duineser Elegien“ werden mit Licht in Verbindung gebracht.
„Sie sind der Überfluss, der Same des blühenden Daseins der Gottheit. Und nun geraten alle Bilder in Bewegung, die Gliederung `der Engel Ordnungen` wird sichtbar. Sie sind nicht nur Licht, sondern `Gelenke des Lichts`, die das Licht in neue Bahnen lenken, in denen es seine Bewegung hat und aufsprüht.“60
Im „Herrn der Ringe“ besitzt Galadriel einen magischen Zauberspiegel. Auch die Engel werden mit einem Spiegel in Zusammenhang gebracht.
„Sie fangen nicht fremde Schönheit auf wie unsere Spiegel, sondern strahlen die eigene entströmend aus. Aber sie verströmen sich dabei nicht, verflüchtigen sich nicht, wie es im nächsten Vers von uns heißt, sondern sie `wiederschöpfen die eigene Schönheit zurück in das eigene Antlitz`. So ist ihr Antlitz der entströmende und wiederschöpfende Spiegel. `Spiegel` und `Antlitz` bezeichnen das gleiche Wesen, den Engel.“61
Ebenso wie die Elben, sind auch die Engel sehr mächtig. „Was der Kampf mit dem Engel für Rilke persönlich bedeutet hat, lässt sich schwer sagen. Im Werk des Dichters, im Fortgang der Elegien, hat er keine entscheidende, etwa wendende Bedeutung. In der neunten und zehnten Elegie ist der Engel wieder da in seiner großen Mächtigkeit. Man kann wohl sagen: die Auseinandersetzung mit dem Engel ist wieder eine Grenzerfahrung unseres Daseins, allerdings die lebendigste, im wörtlichen Sinne erschütternste und voller Entscheidung. Der Engel ist die absolute Grenze unseres Daseins.“62
Manfred Engel schreibt, dass der schmale Grat zwischen Schönheit und Schrecklichkeit bei dem Engel auch daran hängt, wie weit sich der Engel dem Menschen gegenüber öffnet.
„Die Schrecklichkeit der Engel ist aber nicht die `des Entsetzlichen` der gestaltlos fruchtbaren Tiefe, von welcher die dritte Elegie spricht, sondern jene, die in der ersten erscheint, wo es heißt: `das Schöne ist nichts / als des Schrecklichen Anfang, den wir noch gerade ertragen, / und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, / uns zu zerstören.` Erschiene uns der Engel verhüllt oder von fernher, dann würden wir ihn als schön empfinden; sobald er sich nur irgendwie öffnete und näherträte, würden wir die Zerstörung fühlen.“63
Weiter schreibt Manfred Engel über die Überlegenheit der Engel: „Der Schrecklichkeit der Engel ist kein Mensch gewachsen.“64
Der Engel ist dem Menschen einfach in jeder Hinsicht überlegen. Vor allem in seiner Schönheit und eben auch in seiner Schrecklichkeit. Wobei natürlich zu unterstreichen wäre, dass gerade die Schönheit und die Schrecklichkeit des Engels so nah beieinander liegen, dass die kaum zu unterscheiden sind und immer wieder in einander übergehen.
Manfred Engel macht die Engel der „Duineser Elegien“ sogar für all das Böse in der Welt verantwortlich.
„Die erste Entscheidung gegenüber Gott ist nicht im Raum des Menschen, sondern in dem der Engel gefallen. Das Böse ist nicht vom Menschen, sondern vom Engel urgehoben worden.“65
Dies erinnert an den gefallenen Engel im christlichen Glauben. Doch Rilke selbst sagt, dass „seine“ Engel eher wenig mit dem christlichen Glauben zu tun haben, wenn überhaupt eher mit dem Islam.
Manfred Engel gibt den Engeln nicht nur die Schuld an „allem Bösen“ in der Welt, er meint auch, die Engel hätten kein Herz.
„Von alledem wissen die Engel der `Elegien` nichts. Sie kümmern sich nicht um den Menschen. Fast möchte man sagen, was Hölderlin von den Göttern sagt: sie haben kein Herz. Sie sind selber irgendwie Götter. In ihnen fühlt man das Olympische; die Gleichgültigkeit des übermenschlich strahlenden Daseins gegen die Not der Erde.“66

4. Fazit

Wie nun klar wurde, haben die Elben im „Herrn der Ringe“ und die Engel in den „Duineser Elegien“ mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vielleicht glaubt.
Beide Wesen sind den anderen Völkern in ihrer Umgebung stark überlegen. Dabei sind die Engel vor allem dem Menschen überlegen, da die „Duineser Elegien“ ja sozusagen aus der Sicht des Menschen geschrieben sind. Die Elben hingegen sind einfach jedem anderen Volk in Mittelerde überlegen. Zwar ist der „Herr der Ringe“ aus der Sicht der Hobbits geschrieben, aber die Elben sind auch den Zwergen oder den Menschen überlegen. Auch wenn gerade die Zwerge, allen voran Gimli, diese Überlegenheit zunächst nicht einsehen wollen, ändert das nichts an der Tatsache.
Zu der Überlegenheit, die sich bei den Elben vor allem durch körperliche Dinge auszeichnet, gehört auch die Gleichgültigkeit, die beide Völker gegenüber anderen empfinden. Sowohl Elben als auch Engel sind nicht auf andere Wesen angewiesen. Beide ziehen es vor, für sich zu bleiben. Die Engel hören nicht auf den Ruf den Menschen, sie antworten nicht. Die Elben antworten wenigstens und sind den „Gefährten“ behilflich, wenn auch ein wenig widerwillig. So ist eine gewisse Arroganz beiden Völkern nicht abzusprechen. Ob sie sich wirklich auch selbst für „etwas Besseres“ halten, kann man nicht sagen, aber durch ihre gleichgültige Art, ihr nicht-antworten auf einen (Hilfe-)Ruf erwecken sie eindeutig den Eindruck Arrogant zu sein.
Die Engel sind, ebenso wie die Elben, viel stärker als der Mensch. Und der Mensch sehnt sich in den „Duineser Elegien“ danach, so zu sein wie der Engel. Der Mensch will so sein, wie das höher gestellte Wesen: Der Engel.
Dies stimmt nicht ganz mit den Elben im „Herrn der Ringe“ überein. Zwar werden die Elben auch sehr von den anderen Völkern bewundert, besonders die Hobbits sind ihnen geradezu verfallen, doch im Grunde wollen sie nicht „so sein“ wie die Elben. Auch der Zwerg Gimli, der anfangs den Elben gegenüber sehr skeptisch war, ist gerade Galadriel verfallen, bittet sie als Abschiedsgeschenk um eine Haarsträhne von ihr. Aber auch wenn die Elben bewundert werden, bedeutet das nicht, dass jeder gern so wäre wie sie.


Die Engel sollen die „Krone der Schöpfung“ sein, sie sind perfekt. Das wiederum trifft auch auf die Elben zu. Die Elben sind, wunderschön und ihre Sinne sind weit besser, als die der anderen Völker. Die Elben scheinen, ganz genauso wie die Engel, perfekt zu sein. Sie sind nicht nur äußerlich perfekt, auch innerlich sind sie mit sich selbst vollkommen im Reinen und zufrieden. Doch langweilig sind die Elben deswegen nicht.
Wie oben erwähnt, kann Perfektion so weit getrieben werden, dass sie am Ende nur noch langweilig ist. Sowohl für „den Perfekten“ selbst, als auch für die Personen in seiner Umgebung. Doch dies scheint bei den Elben nicht der Fall zu sein. Auf die Engel trifft dies, wenn überhaupt, schon eher zu. Die Engel scheinen perspektivlos zu sein, ohne ein Ziel, welches sie noch erreichen wollen. Die Elben haben zwar auch eigentlich kaum noch ein Ziel, außer eventuelle Sauron zu vernichten, obwohl ihnen auch das eher gleichgültig zu sein scheint, aber sie sind, im Gegensatz zu den Engeln, nicht langweilig. Vielleicht liegt dies ein wenig daran, dass sie freundlicher sind. Die Engel antworten nicht auf den Ruf des Menschen, die Elben schon. Die Elben geben zwar ebenfalls keine „richtigen“ Antworten und weichen aus, aber sie sind freundlich und geben sich mit den Hobbits und den anderen ab.
Beide Völker, sowohl Elben als auch Engel, nehmen für den Menschen, beziehungsweise für die Hobbits, eine Art Therapeuten-Rolle ein. Die Engel antworten erst gar nicht auf Fragen, der Mensch muss selbst mit sich klarkommen. Die Engel sind schon im Menschen vorhanden, Manfred Engel schreibt, „dass das Bewusstsein der `uns übertreffenden Wesen` sich in uns befindet.“67 Der Mensch muss es nur noch ans Licht bringen.
Bei den Elben ist die Situation ähnlich. Sie antworten ausweichend auf die Fragen der Hobbits. Wie bei einem Therapeuten sollen die Hobbits erzählen und am Ende selbst auf die Lösung kommen. In der Regel sagt einem kaum ein Therapeut genau, was man tun und lassen soll. Der Patient erzählt von sich und kommt so der Lösung immer näher. Am Schluss hat er selbst erkannt was er tun soll, wo seine Probleme herstammen und dankt den Therapeuten für den Erfolg.
Sowohl Engel als auch Elben sind nicht nur überlegen, sondern auch „übermenschlich“ schön. Dabei fällt aber sofort auf, dass die Schönheit bei den Elben „normaler“, sprich unkomplizierter ist. Die Elben sind einfach nur äußerlich schön anzusehen, bei den Engeln hingegen ist die Schönheit auch stets mit Schrecklichkeit verbunden. Das Verhältnis von Schönheit und Schrecklichkeit ist beim Engel sehr kompliziert, da diese beiden Eigenschaften ineinander übergehen.
In beiden Werken werden die schönen, überlegenen Wesen, die Engel und Elben, mit Licht in Verbindung gebracht. Die Elben sind meist weiß gekleidet und besonders in den „Herr der Ringe“ – Filmen ist das, die Elben umgebende Licht, sehr schön umgesetzt. „Sie sind nicht nur Licht, sondern `Gelenke des Lichts`, die das Licht in neue Bahnen lenken, in denen es seine Bewegung hat und aufsprüht,“68 schreibt Manfred Engel über die Engel der „Duineser Elegien“. Die Engel sind somit fast schon der Ursprung allen Lichts. Auch bei den Elben scheint das Licht, die Helligkeit, auch ihnen selbst herauszukommen. Die Schönheit, die Überlegenheit, das Innere wird nach außen gekehrt, so dass schon auf den ersten Blick für jeden sichtbar ist, dass Engel und Elben etwas „Besonderes“ sind.
Beide Wesen haben mit Spiegeln zu tun. Bei Galadriels Zauberspiegel ist dies offensichtlich. Der Zauberspiegel ist ein „echter“ Gegenstand, den man sehen und eigentlich auch anfassen kann. Bei den Engeln ist auch dies wieder komplizierter. „Sie fangen nicht fremde Schönheit auf wie unsere Spiegel, sondern strahlen die eigene entströmend aus.“69 Der Spiegel ist bei ihnen kein „wirklicher“ Gegenstand, er wird nur mit den Engeln in Verbindung gebracht. Dennoch schreibt Manfred Engel „So ist ihr Antlitz der entströmende und wiederschöpfende Spiegel. `Spiegel` und `Antlitz` bezeichnen das gleiche Wesen, den Engel.“70 Die Engel sollen selbst eine Art Spiegel sein. Dies passt auch wieder zu der eben erwähnten „Therapeutenrolle“ der Engel, die auch die Elben haben. Der Mensch, beziehungsweise der Hobbit, sieht sich selbst in dem Spiegel und erkennt die Wahrheit darin. Dieser Spiegel hilft den Menschen und den Hobbits bei der Lösung auf wichtige Fragen weiter. Die Engel und die Elben sind eigentlich passiv, sie zeigen den anderen nur einen Weg auf, um allein auf die Lösung zu kommen.
Beide Völker sind sehr mächtig. Die Elben sind das älteste Volk in Mittelerde. Sie haben die gesamte Schöpfung miterlebt. Die Engel hingegen sind durch ihre Überlegenheit gegenüber den anderen Völkern mächtig.
Man kann also abschließend sagen, dass beide Völker, Elben und Engel, sehr viel gemeinsam haben. In dieser Hausarbeit konnte aus Platzgründen allerdings natürlich längst nicht auf alle Gemeinsamkeiten eingegangen werden.

 

Fußnoten

1. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 37.
2. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 71.
3. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 114.
4. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 309.
5. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 34.
6. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 46.
7. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 112-113.
8. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 185.
9. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 293-294.
10. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 122-123.
11. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 119.
12. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 443.
13. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 50.
14. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 65.
15. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 279.
16. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 478-479.
17. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 126.
18. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 278.
19. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 380.
20. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 467.
21. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 37.
22. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 39.
23. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 40.
24. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 42.
25. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 44.
26. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 45.
27. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 46.
28. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 51.
29. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 157.
30. Kim, Sang-Won: Präsenz und Repräsentation. Die Suche nach der latenten Wirklichkeit in den Duisneser Elegien Rainer Maria Rilkes. Aachen: Wissenschaftsverlag. 2000. S. 94.
31. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 297.
32. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 2. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 187.
33. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 2. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 359.
34. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 3. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 281.
35. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 433.
36. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 453.
37. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 437.
38. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 3. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 374.
39. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 276.
40. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 439.
41. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 447.
42. Tolkien, J.R.R.: Das Simarillion. Stuttgart : Klett-Cotta 1986. S. 21.
43. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 459.
44. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 460.
45. Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Band 1. Die Gefährten. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S. 461.
46. Tolkien, J.R.R.: Das Simarillion. Stuttgart : Klett-Cotta 1986. S. 267.
47. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 40.
48. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 41.
49. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 46.
50. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 47.
51. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 54.
52. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 60.
53. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 64.
54. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 64-65.
55. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 66.
56. Kim, Sang-Won: Präsenz und Repräsentation. Die Suche nach der latenten Wirklichkeit in den Duisneser Elegien Rainer Maria Rilkes. Aachen: Wissenschaftsverlag 2000. S. 97.
57. Por, Peter: Zu den Engeln (lernend) übergehen. Der Wandel in Rilkes Poetik zwischen den Neuen Gedichten und den Spätzyklen. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2005. S. 36.
58. Mühl, Klaus: Verwandlungen im Werk Rilkes. Studien zur inneren Genese der Duineser Elegien. Nürnberg: Hans Carl Verlag 1981. S. 36.
59. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 37.
60. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S.39.
61. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 40.
62. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 115.
63. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 86.
64. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 87.
65. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 89.
66. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 96.
67. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Erster Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 46.
68. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S.39
69. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 40.
70. Materialien zu Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Zweiter Band. Selbstzeugnisse. Hrsg. von Manfred Engel. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980. S. 40.