Hausarbeit zum Thema Romantik

Darstellung des Mönchs in der Romantik

Inhalt:

  • 1.1. Einleitung
  • 1.2. Das allgemeine Verständnis von Mönchen
  • 2. „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffman
  • 3. „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich
  • 4. Der Mönch von Heisterbach“
  • 5. Fazit

1.1. Einleitung

Das Mönchtum ist nach allgemeinem Verständnis eine religiöse Praktik, die stark von asketischen Idealen geprägt wird. Ein Mönch will normalerweise weltlichen Dingen entsagen und in Abkehr von irdischen Werten sein eigenes Leben ganz dem spirituellen Ziel widmen.
Doch wie verhält es sich mit den Mönchen in der Romantik? Wie wird „der Mönch“ in dieser geschichtlichen Epoche dargestellt und verstanden?
In dieser Hausarbeit soll untersucht werden wie mit dem „Mönchsmotiv“ in der Romantik umgegangen wird. Dies soll an Hand von Beispielen aus der Malerei und der Literatur diskutiert werden. Dabei wird besonders auf das Gemälde „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich, sowie auf „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann und zuletzt auf die Ballade „Der Mönch von Heisterbach“ von Wolfgang Müller von Königswinter eingegangen werden.
Es soll diskutiert werden, ob der Mönch in seiner „ursprünglichen Form“, sprich ganz auf religiöse Ziele ausgerichtet, auch in der Romantik vorkommt. Oder ob dem Mönch doch eher Scheinheiligkeit zugeschrieben wird.

1.2.Das allgemeine Verständnis von Mönchen

Das Wort „Mönch“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen. Das Wort „monachos“ wurde vom ebenfalls griechischen Wort „monos“ abgeleitet und bedeutet „allein“. Ein Mönch stellt sich in den Dienst seines Glaubens. Er lebt für seinen Glauben und somit für Gott.
Natürlich gibt es nicht nur in der christlichen Religion Mönche. Auch beispielsweise im Buddhismus oder im Hinduismus kommen Mönche vor. Jedoch soll hier nur auf die christlichen Mönche eingegangen werden.


Vor allem die Enthaltsamkeit gilt als Vorraussetzung für bestimmte religiöse und rituelle Praktiken. Ein Mönch soll mit übernatürlichen Mächten in Verbindung treten können. So ist das Wort „Schamane“, bei eurasischen Urvölkern die Bezeichnung für ein Stammensmitglied, welches mit eben diesen übernatürlichen Mächten Kontakt aufnehmen kann. Den Schamanen wird ähnlich, wie auch ihrem christlichen Pendant den Mönchen, die Fähigkeit zugesprochen magische Handlungen vollbringen zu können, in den Himmel reisen zu können oder auch mit göttlichem Beistand zu heilen.
Das Hauptziel des Mönches ist vor allem das mystische Streben nach einer diesseitigen Vereinigung mit der allumfassenden Gottheit. Anders ausgedrückt: Das Erreichen einer vollkommenen inneren Leere, gemeinsam mit der unmittelbaren Erfahrung einer göttlichen transzendenten Realität, welche die Erkenntnisfähigkeit des gewöhnlichen Menschen übersteigt. Um dieses Ziel zu erreichen kann der Mönch verschiedene Wege wählen. Während im asiatischen Raum zum Beispiel Yoga oder Kampftechniken eingeübt werden, konzentrieren sich die christlichen Mönche eher auf Meditation, Gebete, Fasten, Kasteiung oder sogar Selbstgeißelung.
Ob der einzelne Mönch als Eremit für sich allein lebt, oder ob er doch die Gemeinschaft eines Klosters vorzieht ist unterschiedlich. Die christlichen Einsiedler überkommt bei ihrem Leben in der Einsamkeit jedoch manchmal eine „tödliche Langeweile“, die als Acedia bezeichnet wird. Diese entsteht meist durch die Auswirkungen der trübsinnigen Gedanken, denen ein einsam lebender Mönch verfallen kann. So schreibt schon der ägyptische, christliche Mönch Euagrios Pontikos über Depressionen bei Mönchen und über ein Übermaß an Verstimmtheit, Ekel und Überdruss. Laut Pontikos kann ein „Erschlaffen der Seelenkräfte“ eintreten, die den Mönch in den Wahnsinn treiben. Um dies zu verhindert entwickelten christliche Mönche das sogenannte „Ora et Labora“, das Arbeit und Gebet in einen gesunden Einklang bringt. Durch die harte Arbeit soll dem Mönch geholfen werden, beim Gebet seine Gedanken zu bündeln und nicht abschweifen zu lassen. Nebenbei sicherten sich die Mönche so auch den Lebensunterhalt.
Das sogenannte „Vita contemplativa“ hingegen bezeichnet das Ideal der Mönche ein zurückgezogenes Leben zu führen. Sie leben in einer Gemeinschaf und wenden sich von irdischen Dingen ab. Daraus folgt eine Hinwendung zur betrachtenden Anbetung Gottes im immerwährenden Gebet.
Auch die Askese spielt nicht nur in den fernöstlichen Religionen eine große Rolle. Schon um 50 nach Christus konzentrierte sich der Theologe Paulus von Tarsus und auch der Heilige Barnabas auf eine leib- und lustfeindliche Haltung in der christlichen Lehre. Obwohl zunächst die Sexualität nicht als Sünde, sondern nur ihre Fehlen als „wünschenswert“ betrachtet wurde, wurde wenig später doch das enthaltsame und jungfräuliche Leben als gottgefällig bezeichnet. Besonders die Ehelosigkeit wurde ebenfalls als wirksames Instrument angesehen, um die Ziele der Mönche zu erreichen.
In einigen Klöstern werden die angehörigen Mönche dazu angehalten zu bestimmten Zeiten des Tages zu schweigen. In der Zeit, in der sie nicht schweigen müssen, sollen sie allerdings nur von „wichtigen“ Dingen sprechen.
So schreibt Gerd Zimmermann:
„Udalrich von Cluny schreibt in seinem 1080 verfassten „Consuetudines Cluniacenses“ dass die Mönche während der Stundend des Tages, in denen Reden erlaubt ist, von geistlichen, aber auch von Dingen, ohne die man im irdischen Leben nicht auskommt, sprechen. (…) Obwohl das Denken und Trachten der Mönche aller Jahrhunderte sich möglichst ungestört dem Jenseits und der Sorge für die Seele zuwenden soll, kann doch nicht hinwegdisputiert werden, dass der Körper gewisse Ansprüche stellt. Als Gegenstück zur Sorge für die Seele, der „cura animae“, kann die Sorge für den Leib als „cura corporis“ bezeichnet werden.“1
Doch obwohl die Mönche in der Regel keusch und asketisch leb(t)en, kam es manchmal zu Ausschweifungen und Abkehr von ihren eigentlichen Zielen. An dieser Stelle soll allerdings nicht auf heutige Diskussionen um Kindesmissbrauch und ähnliche Fälle in der katholischen Kirche eingegangen werden.
Gerd Zimmermann schreibt „Dass die Mönche dennoch mancherorts Gelegenheit finden, nichtstuend herumzulungern, beweisen Ermahnungen Bernhards von Cluny und Peters des Erwürdigen ebenso wie die Kritik Bernhards von Clairvaux. In den Klöstern, die keiner Reformrichtung angehörten, mag diese Lässigkeit noch schlimmer gewesen sein.“2
Wenn ein Mönch in früheren Jahrhunderten gesundheitliche Probleme bekam, war es nicht sichergestellt, dass diese auch ausreichend behandelt wurden. „Es mag in den Kreisen der frühchristlichen Einsiedler nicht selten vorgekommen sein, dass Krankheiten ignoriert wurden; der Asketenstand verlangte eine robuste Gesundheit. Sobald sich die Mönche zu Gemeinschaften zusammengeschlossen hatten, musste auf Schwächere und Kranke Rücksicht genommen werden; die ersten Bemühungen um die Pflege der Kranken werden uns berichtet. Allerdings begegnete die christliche Welt der spätantiken medizinischen Praxis, die zwar hoch entwickelt, aber mit magisch-mystischen Elementen durchsetzt war, vielfach mit einer gewissen Skepsis. Besonders das ältere Mönchtum zeigte sich der Medizin gegenüber lange Zeit sehr zurückhaltend und beschränkte die Behandlung Kranker auf helfende Pflege.“3

2. „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann

Der Roman „Die Elixiere des Teufels“ handelt, grob gesagt, von einem jungen Mönch namens Medardus, der in einer Krise von den „Elixieren des Teufels“ trinkt und somit zunächst sein abhanden geglaubten Rednertalent wiedergewinnt. Doch natürlich bleibt dies nicht ohne Folgen. Das Getränk scheint ihm jegliche Hemmungen genommen zu haben, so dass er von nun an jeder Emotion bedenkenlos nachgibt. Er mordet mehrmals und verstrickt sich in ein Netz von Lügen und Gewalt. Auch der Liebe gibt sich Medardus nun ohne Gewissensbisse hin. Er verliebt sich in einer unbezähmbaren Leidenschaft in eine Frau und heiratet sie am Ende sogar beinahe.
Zunächst erfreut sich der Protagonist an dem Elixier. Vielleicht ist es gerade das Verbotene, was ihm Befriedigung verschafft. Ein Ausbrechen aus den Zwängen des geregelten Klosterlebens. „Als ich einige Tropfen des süßen Getränks, das mir bis jetzt ganz unbekannt gewesen, gekostet, kehrte mein munterer Sinn, die besondere Lebendigkeit, die, nach meiner Mutter Zeugnis, von meiner frühesten Jugend mir eigen war, zurück.“4
Durch die Einnahme des Teufelselixiers wird Medardus zu einem widersprüchlichen Mann, stets hin- und hergerissen zwischen der Sinnlichkeit und geistlichem Streben. Ein ambivalentes Leben zwischen Liebe und Hass beginnt, zwischen Selbstverherrlichung und Reue. Zum Teil kann man ihn für wahnsinnig oder schizophren halten. Er durchlebt eine Identitätskrise aus der es keinen Ausweg gibt, denn seine wahre Identität kann er nicht finden.
Der Begriff des „Wahnsinns“ ist hier nicht nur im heutigen, umgangssprachlichen Sinne zu deuten. Man kann ihn auch als einen anderen Zustand des Geistes, als geöffneten Horizont definieren. In der romantischen Dichtung und Prosa wird dem Wahnsinn oft diese Bedeutung zugesprochen. Es liegt in der Natur der Romantik selbst. Sie ist eine Epoche voller Zweifel, Ängste, Illusionen und Träume, die offen zur Sprache gebracht werden und die sich somit oft mit dem Wahnsinn auseinander setzt.
Wie für den Schauerroman typisch, spielt auch dieser Roman zum Großteil an geheimnisvollen Orten wie Klöstern, Schlössern, düsteren Wäldern oder felsigen Gebirgen. Zudem finden viele wichtige Ereignisse in der dunklen Nacht statt. Hoffmann gelingt es durch solch ein finsteres Umfeld und durch den Einsatz von Geräuschen eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Auch das Übernatürliche kommt durch die Gestalt des alten Malers nicht zu kurz. Dieser erscheint als Geist in Visionen.
Hoffmann schildert in „Die Elixiere des Teufels“ sozusagen die „Nachtseiten“ des menschlichen Seelenlebens: Die Spaltung des Ichs, Hypnose und Schlafwandel. Medardus hört den Teufel selbst und auch das für die Romantik typische Doppelgängermotiv spielt gerade in diesem Roman eine sehr große Rolle.
Der Protagonist wird von dunklen Mächten und zum Teil vielleicht sogar gegen seinen Willen, zu grauenhaften Untaten getrieben.
Zum Ende des Romans kann Medardus allerdings doch seinen inneren Kampf gewinnen. Er widersteht der Versuchung seine geliebte Aurelie zu töten. Man kann dies als eine letzte Prüfung ansehen, die der Mönch bestehen muss. Als eine Art Bußübung schreibt er dann die Geschichte seines Lebens nieder. Er will somit sein Gewissen entlasten. Er beichtet sozusagen all die schrecklichen Dinge, die er getan hat.
Den Pfarrer, zu dem Medardus zu beginn der Erzählung gebracht wird, verehrt er sehr. „Der Pfarrer war die Güte selbst, er wusste meinen leibhaften Geist zu fesseln.“5 Auch seine Mutter liebt der Mönch sehr. Dieses geschieht allerdings alles, bevor er von dem verhängnisvollen Elixier trinkt. Zu dem Zeitpunkt, bevor er seine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hat. Erst als seine dunkle Seite „ausbricht“ und er seine Empfindungen nicht weiter unterdrückt, ist ihm alles egal. Durch das Teufelselixier kommen die Dinge, die er zuvor nicht ausleben durfte, ans Tageslicht. Dies lässt darauf schließen, dass Medardus als Mönch eigentlich nicht glücklich ist. Zwar hat sicherlich Jeder unterdrückte Gefühle, die er nicht ausleben kann, weil dies zu starke Sanktionen nach sich ziehen würde, wie zum Beispiel gesellschaftliche Missachtung. Allerdings sind diese „Emotionen“ bei Medardus wahrscheinlich besonders stark vorhanden. Denn auch wenn ein „normaler“, sprich anderer, Mensch das Teufelselixier trinken würde, würde dies vermutlich nicht bei jedem so „ausarten“ und zu Verbrechen führen. Wenn ein „Durchschnittsmensch“ seinen unterdrückten Gefühlen nachgeben würde, ihm alle Strafen und Sanktionen egal wären, würde dies wahrscheinlich trotzdem nur in den seltensten Fällen zu solchen Verbrechen führen, wie in E.T.A. Hoffmanns Roman. Bei Medardus ist schon vor der Einnahme des Getränks etwas nicht in Ordnung. Nur wenige Menschen haben solch eine Wut in sich. Man kann dem Mönch natürlich zu Gute halten, dass er keinen Mord direkt geplant hat, es hat sich „alles irgendwie ergeben“, eines hat zum anderen geführt. Dennoch kann man davon ausgehen, dass bei einem „gesunden“ Menschen das Elixier nicht solch eine Wirkung gezeigt hätte.
Vor dem Verzehr des Elixiers scheint Medardus glücklich zu sein. „Ich versank in das hinbrütende Staunen der begeisterten Andacht, die mich durch glänzende Wolken in das ferne, bekannte, heimatliche Land trug, und in dem duftenden Walde ertönten die holden Engelstimmen und der wunderbare Knabe trat wie aus hohen Lilienbüschen mir entgegen und frug mich lächelnd: `Wo warst du denn so lange, Franziskus? –ich habe viele schöne bunte Blumen, die will ich dir alle schenken, wenn du bei mir bleibst und mich liebst immerdar.`“6
Dennoch kann man, wenn man die folgenden Ereignisse bedenkt, davon ausgehen, dass dieses „Glück“ nicht wirklich ist. Medardus meint vielleicht glücklich und zufrieden zu sein. Er hat bisher kaum ein anderes Leben kennen gelernt. Ihm wurde beigebracht, dass ein enthaltsames Leben für Gott die Erfüllung ist. Schon vor dem Verzehr des Teufelselixiers verliert er seine Redekunst. So etwas passiert nicht „einfach so“, es muss einen Grund geben. Und der Grund ist wahrscheinlich schlicht, dass er sich innerlich nicht wohl fühlt. Innerlich und auch „eingesperrt“ im Kloster. In der Regel lösen starke innere Konflikte eine derartige Krise aus. Nur wenn etwas „nicht in Ordnung“ ist, kommt es bei einem Menschen zu solch einer Blockade. Da jedoch in Medardus Leben keine „Katastrophe“ geschieht, also zum Beispiel niemand stirbt, was den Verlust seiner Redekunst erklären würde, kann man daraus schließen, dass die Krise aus ihm selbst kommt.
Das Leben im Kloster scheint idyllisch. „Er war von den Brüdern umgeben, und man durchblickte bald das ganze Verhältnis das Priors mit den Mönchen, die ganze klösterliche Einrichtung und Lebensweise: die Ruhe und Heiterkeit des Geistes, welche sich in dem Äußerlichen des Priors deutlich aussprach, verbreitete sich über alle Brüder. Man sah nirgends eine Spur des Missmuts oder jener feindlichen, ins Innere zehrende Verschlossenheit, die man sonst wohl auf den Gesichtern der Mönche wahrnimmt.“7
Medardus erkennt selbst, dass diese „Ruhe und Heiterkeit“ nicht normal ist. Er weiß, dass es oft geschieht, dass Mönche nicht so zufrieden sind. Das weiß er, weil er selbst nicht glücklich ist. Vermutlich bildet er sich ein, zufrieden zu sein. Er meint, dass er „angekommen“ ist, dass das Leben, welches er führt, für ihn das Richtige, die Erfüllung ist. Doch so ist es nicht. Wenn es nämlich so wäre, würde es nicht zu einer inneren Krise kommen.
„So wenig es mir indessen an anderer Bekanntschaft fehlte, die ich mir vorzüglich durch den bischöflichen Konzertmeister, welcher mich in der Musik unterrichtete, erworben so fühlte ich mich doch in jeder Gesellschaft und vorzüglich, wenn Frauenzimmer zugegen waren, auf unangenehmen Weise befangen, und dies, sowie überhaupt der Hang zu kontemplativen Leben, schien meinen inneren Beruf zum Kloster zu entscheiden.“8
Bevor er das Elixier getrunken hat, meint Medardus, dass er sich in Gegenwart von Frauen nicht wohl fühlt. Er meint, durch sein Leben als Mönch müsse dies so sein. Er hat in seinem bisherigen Leben jedoch auch nur wenige Frauen gekannt. Sexuelle Erfahrungen hat er bis dahin kaum gesammelt. Doch sobald er das Getränk genossen hat und er seine Gefühle ausleben kann, verfällt er Aurelie. Er fühlt sich nun stark zu ihr hingezogen, so dass es am Ende sogar benahe zu einer Heirat mit ihr kommt. Als der Prior ihn fragt, ob Medardus noch unschuldig sei, erinnert er sich an die Schwester des Konzertmeisters, welche er zufällig mit entblößter Brust überrascht hat. „Schnell warf sie zwar das Tuch über, aber doch schon zu viel hatten meine gierigen Blicke erhascht, ich konnte kein Wort sprechen, nie gekannte Gefühle regten sich stürmisch in mir und trieben das glühende Blut durch die Adern, dass hörbar meine Pulse schlugen.“9
Man kann erkennen, dass er sich in der Gegenwart von Frauen durchaus nicht wirklich unwohl fühlt. Allein sein Keuschheitsgelübde bringt ihn dazu zu denken, es müsse so sein. „Gierig“ sieht er die Frau an. Doch ohne das Elixier hat er seine Gefühle noch äußerlich unter Kontrolle und kann ihr widerstehen.
Nicht nur innerliche Unzufriedenheit ist vorhanden. Auch an einer Art Scheinheiligkeit mangelt es den Klosterbrüdern nicht.
Als Medardus sich erkundigt, ob die von ihm zu bewachenden Reliquien echt sind, antwortet Bruder Cyrillus: „Allein es scheint mir auch gar nicht darauf anzukommen.“10
Die Mönche wollen gar nicht die Wahrheit sehen. Ihnen ist es gleichgültig, ob ihr sorgfältig aufgebautes Leben die Realität ist oder sie in einer „Traumwelt“ leben. Vielleicht sind Cyrillus und manche anderen Mönche in dieser „Traumwelt“ im Kloster, fernab von der Realität, sogar zufrieden. Medardus jedoch ist es nicht. Ihm fehlt etwas, er will „das Echte, das Wahre“ erleben.
Doch trotz seiner grauenhaften Taten, hat Medardus nicht den Sinn für „richtig und fasch“ verloren. Er ist sich bewusst, was er getan hat, kann jedoch nicht damit aufhören.
„… und dieser Sünder war ich ja selbst (…) Frevel auf Frevel habe ich gehäuft, dem Bruch des Gelübde folgte der Mord! – von Gram und Reue zerfleischt, sank ich halb ohnmächtig auf die Knie, Tränen stürzten in meine Augen.“11
Am Ende des Romans kann Medardus schließlich den Teufel besiegen. Wie erwähnt, hat er nicht sein Gefühl für gut und schlecht verloren. Nachdem er „wieder zu sich gekommen“ ist, den Teufel besiegt hat, will er büßen. Er schreibt den Roman um zu gestehen und sich selbst wieder „reinzuwaschen“: eine Beichte.

3. „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich

Das bekannte Gemälde entstand 1809 als Gegenstück zur „Abteil im Eichwald“, welches ebenfalls von Friedrich gemalt wurde. Es zeigt, grob gesagt, einen „kleinen“ Mönch, der am Meeresufer steht und auf die See hinausblickt. Das Besondere ist, dass der Mönch in der gewaltigen Landschaft zu verschwinden scheint. Nur, wenn man das Bild genauer betrachtet, kann man ihn überhaupt entdecken. Durch die gewaltige Übermacht der Landschaft, also der Natur, weckt das Gemälde zunächst eher negative Gefühle im Betrachter.


„Marie Helene von Kügelgen, die Gattin des Malers Gerhard von Kügelgen, in einem Brief an ihre Freundin Friederike Volkmann ablehnend über das Bild: `Ein großes Bild in Öl sah ich auch, welches meine Seele gar nicht anspricht: ein weiter, unendlicher Luftraum. Darunter das unruhige Meer und im Vordergrund ein Streifen hellen Sandes, wo ein dunkel gekleideter oder verhüllter Eremit umherschleicht. Der Himmel ist rein und gleichgültig ruhig, kein Sturm, keine Sonne, kein Mond, kein Gewitter, – ja, ein Gewitter wäre mir ein Trost und ein Genuss, dann sähe man doch Leben und Bewegung irgendwo. Auf der ewigen Meeresfläche sieht man kein Boot, kein Schiff, nicht einmal ein Seeungeheuer, und in dem Sande auch nicht ein grüner Halm. Nur einige Möwen flattern umher und machen die Einsamkeit noch einsamer und grausiger.`“12
Diese Worte beschreiben den „Mönch am Meer“ schon ziemlich genau. Auch dass Marie Helene von Kügelgen den Mönch nicht direkt als Mönch erkennt, sondern „Eremit“ nennt, sagt viel über das Bild und die Art wie ein Mönch zu Zeiten Friedrichs gesehen wurde, aus. Wie oben beschrieben, wählen viele Mönche ein Leben in Einsamkeit, als Eremit. Auch auf diesem Gemälde scheint es so, als hätte der Mönch diesen Lebensweg gewählt. Er steht am Meeresufer und gibt sich seinen Gedanken hin.
Karl Friedrich Frommann, ein Jenaer Buchhändler und Freund von Goethe, schrieb im Jahre 1809 über das Bild und sah den „Mönch am Meer“ als „Nachtstück mit dem abnehmenden Mond und dem Morgenstern. Der Mönch erwartete also das Morgengrauen am Strand. Frommann bemerkte ferner, was der Vergleich mit den bekannten Portraits von Friedrich bestätigt, dass der Mönch mit dem ausgeprägten runden Schädel und dem langen blonden Haar ein Selbstbildnis ist.“13
Caspar David Friedrich sah sich also selbst als eine Art Mönch an. Er malte sich selbst in der Figur des Eremiten. Friedrich soll eine in sich gekehrter, menschenscheue Person gewesen sein. Auch einen Selbstmordversuch soll er verübt haben. Dies passt genau zu diesem Gemälde und der Stimmung, die beim Betrachten meist aufkommt.
Heinrich von Kleist allerdings verstand den „Mönch am Meer“ zum Teil eher positiv. Zwar sah er die gleichen Dinge in dem Bild, wie zum Beispiel Marie Helene von Kügelgen, doch kamen bei Kleist nicht nur diese negativen Empfindungen auf. Kleist hat ambivalente Empfindungen. Erst meint er, diese Stille und Einsamkeit sei ein Genuss, doch dann, bei genauerem Hinsehen, sei es doch ein Qual. „Herrlich ist es, in einer unendlichen Einsamkeit am Meeresufer unter trübem Himmel auf eine unbegrenzte Wasserwüste hinauszuschauen. Dazu gehört gleichwohl, dass man hinüber möchte, dass man es nicht kann, dass man alles zum Leben vermisst und die Stimme des Lebens dennoch im Rauschen der Flut, im Wehen der Luft, im Ziehen der Wolken, dem einsamen Geschrei der Vögel vernimmt. Dazu gehört ein Anspruch, den mein Herz an das Bild machte, und ein Abbruch, den mich so auszudrücken, den einem die Natur tut. Dies ist aber vor dem Bilde unmöglich, und das, was ich in dem Bilde selbst finden sollte, fand ich erst zwischen mir und dem Bilde, nämlich einen Anspruch, den mein Herz an das Bild machte, und einen Abbruch, den mir das Bild tat; und so ward ich selbst der Kapuziner, das Bild ward die Düne, das aber, wo hinaus ich mit Sehnsucht blicken sollte, die See fehlte ganz. Nichts kann trauriger und unbehaglicher sein, als diese Stellung in der Welt: der einzige Lebensfunke im weiten Reich des Todes, der einsame Mittelpunkt im einsamen Kreis. Das Bild liegt mit seinen zwei oder drei geheimnisvollen Gegenständen wie die Apokalypse da, als ob es Youngs Nachtgedanken hätte, und da es in seiner Einförmigkeit und Uferlosigkeit, nichts, als den Rahmen zum Vordergrund hat, so ist es, wenn man es betrachtet, als ob einem die Augenlieder weggeschnitten wären.“14
In seinen Überlegungen zum „Mönch am Meer“ schreibt Börsch-Supan über das Gemälde: „Das Ungewöhnliche des Gemäldes liegt in seiner von Spannung erfüllten Leere, die Betrachter wie den dargestellten Mönch mit einem endlosen Raum konfrontiert. Ein schmaler Streifen Strand als betretbarer Boden grenzt in einer harten Linie an das Meer, dessen Fläche im Bild ebenso groß ist wie der Strand, aber doch zugleich als weniger Raum empfunden wird. Das Paradoxe dieser Erscheinung deutet auf das die Verstandeskräfte übersteigende metaphysische Problem des Bildes. Entscheidend für die Wirklichkeit des Hintergrundes ist nicht seine Größe als Quantität, sondern seine Unermesslichkeit als Qualität. Ohne die Möglichkeit, sich zu orientieren, steht der Mensch diesem Raum gegenüber, dessen Weite ihn seine Kleinheit und Ohnmacht empfinden lässt. So klar der Vordergrund als das Hier und Jetzt der irdischen Welt zu denken ist, so schwer ist zu präzisieren, was mit dem Meer gemeint ist. In der frühesten Fassung der Bildidee mit den beiden Schiffen versinnbildlichte das Meer wahrscheinlich das Lebenselement, denn Schiffe sind bei Friedrich zumeist Sinnbilder des menschlichen Daseins. Die Beendigung der Fahrt verweist auf den Tod. Der helle Strand hätte in diesem Zusammenhang nur eine jenseitige Welt bedeuten können. Was der Hintergrund versinnbildlicht, wird durch die Betrachtung des Himmels, dem dritten und größten Teil der Bildfläche deutlicher. Er zeigt einen Widerstreit von Dunkelheit und Licht, was dieser Sphäre des Religiösen, die der Himmel bei Friedrich stets ist, als göttliche Verheißung von Erlösung und ewigem Leben zu deuten ist. Der nächtliche Himmel, dem Morgenstern und der Sichel des abnehmenden Mondes, die man nur am frühen Morgen sieht, besagten etwas Ähnliches, nämlich die Erwartung des Tages und des Lichtes, das über die Finsternis siegt. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint das Meer als Sinnbild für die bedrohliche Weite des Weltalls, sowie für die Übermacht des Todes und der toten Materie über das Lebendige.“15
Börsch-Supan schafft es, das Gemälde auch weiter nachvollziehbar zu deuten: „Der Mönch grübelt, im klassischen Trauergestus den Kopf in die Hand stützend, über diesen metaphysischen Sinn, den ihm die Landschaft enthüllt. Nichts anderes tut Friedrich als Maler, wenn er die Erscheinung der Landschaft als Sinnbild zu begreifen sucht. Deshalb hat es eine tiefe Berechtigung, wen Friedrich dem Mönch ein Bildnis seiner selbst gibt. Mit der Darstellung als Mönch deutet er die Ausschließlichkeit seiner Ausrichtung auf das Jenseits an und zugleich auch seine Einsamkeit.“16 Wahrscheinlich führt Friedrichs Mönch ein „Vita contemplativa“, ein Leben, das ganz dem Nachsinnen und Annähern an Gott gewidmet ist. Der Mönch steht einsam am Meer und genießt die Natur, die er mit Gott in Verbindung bringt. Und so sah sich auch Caspar David Friedrich selbst. Nicht umsonst ist schließlich sein Mönch ein Selbstbildnis des Malers.
„Mit der Betroffenheit von dieser Unermesslichkeit drückt Friedrich jedoch zugleich auch die Erfahrung der inneren Tiefe in sich selbst angesichts der Bedrohung durch den Tod aus. Der unendliche Außenraum der Landschaft ist zugleich der seelische Innenraum des Menschen, wie es Friedrich später auch in seinen Aphorismen ausgedrückt hat: `Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht.`“17
Das Nachdenken über den Tod gilt als wichtigster Inhalt des Bildes. Friedrich legte also sehr viel von seinen eigenen Gedanken und Gefühle in das Bild. Er malt „was er in sich sieht“.
„Andere sind überzeugt davon, dass an vielen Stellen in Friedrichs Werk ein protestantischer Grundgedanke zum Ausdruck kommt: Nur in demutsvolle akzeptierten Durchgang durch das irdische Dunkel ist Hoffnung auf jenseitiges Licht möglich. Der Mönch setzt sich dem scheinbar Hoffnungslosen aus, und nur indem er das tut, kann er dereinst der göttlichen Gnade teilhaftig werden. Und schließlich erklären die Heroiker Bild und Mönch zur Verkörperung des Erhabenen, das Sublimen.“18 So schreibt Werner Busch über das Friedrichs Gemälde.
Auch Jens Christian Jensen erkennt in dem Mönch eine Suche nach dem Sinn des Lebens. „Der Mönch erschaut im Bewusstsein seiner Begrenztheit die Gewalt des Universums, `einziger Lebensfunke im weiten Reich des Todes`. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist hier gestellt. Welches Gewicht hat das Sein, umgeben von der Übermacht der Unendlichkeit, welchen Sinn die Lebenszeit des Menschen angesichts der Zeitlosigkeit des Universums? Auf das Jenseitige, das in diesem Bild unmittelbar an die todesbefangene Erdenwüste grenzt, richtet der Mönch seine Sehnsucht, seine Gedanken. Die Gebärde, mit der er den Kopf in die Hände stützt, deutet auf Versunkenheit und Demut, sicherlich nicht auf Trauer. Denn dieses Bild ist zugleich Bekenntnis zum Göttlichen der Natur. Der Mensch ist nicht `einziger Lebensfunke`, sondern aufgehoben in den Elementen, die nicht dem Totenreich zugehören, sondern sich in ewigem Kreislauf von Sterben und Auferstehung stetig erneuern“.19 Jensen ist also nicht der Meinung, der Mönch trauere. Er sieht keine Depression, die durch das einsame, kontemplative Leben hervorgerufen wurde. Er meint, dass der Mönch mit seinem Leben zufrieden ist und sieht keine negativen Gefühle. Weder im Mönch selbst, als auch durch das Bild hervorgerufen, im Betrachter. Der Mönch hat sein Schicksal selbst gewählt und muss damit „klarkommen“. Und laut Jensen gelingt ihm dies auch bestens. Zwar hat der Mönch Sehnsüchte, über die er nachdenkt während er auf das Meer schaut. Doch diese Sehnsüchte sind hier nichts Negatives. Der Mönch weiß, beziehungsweise glaubt zu wissen, dass er nach dem Tode seine „Ziele“ erreicht hat. Dann werden seine Sehnsüchte erfüllt sein. Dann ist er bei Gott.
Der Mönch ist im Übrigen nicht nur ein „einfacher“ Mönch, man kann ihn sogar genauer bestimmen. „Warum sind Kleist und seine durch die Redaktion des eingereichten Textes verprellten Literatenfreunde Brentano und Arnim so sicher, einen Kapuzinermönch vor sich zu haben? Ganz offensichtlich sind es alleine die braune Kutte und die bloßen Füße, die diesen Schluss herbeiführen. Kapuziner, ein Zweig der Franziskaner und wie diese Bettelmönche, waren seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland als Ordensbrüder tätig. Sie befolgten ein striktes Armutsgelübde und betrieben auch Klöster in Sachsen, Preußen und Pommern. Zur Entstehungszeit des `Mönchs am Meer` gehörten sie zu Napoleons entschiedensten Gegnern und mussten Friedrich von daher durchaus sympathisch sein. Zudem bildeten sie ein Standardmotiv in der romantischen Literatur. Schließlich dauerte die Napoleonische Okkupation von Pommern und Greifswald von 1807 bis 1810; man kann sagen, sie umfasste die gesamte Entstehungszeit des `Mönch am Meer`.“20
Wie oft bei Friedrich kann man also auch diesem Bild eine politische Dimension geben. Busch kommt jedoch zu dem Schluss, dass es sich bei Friedrichs Mönch wahrscheinlich doch nicht um einen Kapuziner handelt, sondern eher um einen „Eldenaer Laienbruder“. „…der am Gestade steht, über die Ostsee schaut und über die Hoffnungslosigkeit der Zeitläufe nachsinnt – ein Napoleonisches Opfer, in dem Friedrich sich womöglich selbst erkennen wollte. (…) Man kann in der mönchischen Figur schlicht auch eine Metapher für den von Napoleon bedrohten Glauben sehen.“21
Busch meint weiter: „Das Nachsinnen des Mönches kann faustisches Grübeln sein oder Melancholie, aufgrund fehlender Hoffnung, nahe an Verzweiflung oder gar Ausdruck von gänzlichem Nihilismus, es scheinen weder Glaube noch Hoffnung, sei sie politisch, religiös oder subjektiv gefärbt, übrigzubleiben. Das Bild gibt keine Antwort darauf, welche Annahme richtig ist und ob überhaupt eine angemessen sein kann.“22
Die Forscher sind sich also weitgehend einig, dass der Mönch ein einsames Leben führt und zum Meer gekommen ist um nachzudenken. Ob der Mönch nun eher negative Gedanken, wie Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung hat, oder ob er sich sicher ist, sich in seinem Leben Gott anzunähern und somit höchst zufrieden ist, kann nicht geklärt werden. Wahrscheinlich nimmt er schon die Übermacht der Natur wahr, und sieht sich selbst klein und unbedeutend dagegen. Doch ob ihm diese Tatsache ein negatives Gefühl vermittelt oder ob er zuversichtlich ist, bleibt offen.

4. Der Mönch von Heisterbach

Die Ballade „Der Mönch von Heisterbach“ stammt von Wolfgang Müller von Königswinter. Der Dichter verarbeitete eine bekannte Sage zu dem Gedicht. Zusammengefasst geht es in der Ballade um einen Mönch, der durch den Klostergarten spaziert. Als er zum Kloster zurückkehrt, kommt ihm alles unbekannt vor und es stellt sich heraus, dass er 300 Jahre unterwegs war. Die Bibelstelle in der Petrus sagt „Das eine, liebe Brüder dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind“23 hat sich bewahrheitete. Der Mönch war 300 Jahre lang verschwunden, obwohl es ihm selbst nur wie ein einziger Tag vorkam.
Auch mit einem bekannten Psalm wird die Ballade gerne verglichen. „Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt.“24
Die Ballade wird also nicht als „Märchen“ oder als einfache „Sage“ abgetan. Da sie mit der Bibel verglichen wird, hielten die gläubigen Christen sie wahrscheinlich für wahr oder solch einen Fall zumindest für möglich.
„Der Ewigkeit sinnt still und tief er nach“ lautet die dritte Zeile der Ballade, gefolgt von der vierten Zeile „Und forscht dabei in Gottes heil´gem Wort“. Auch hier wird also der Mönch als nachdenkliche Person dargestellt. Er zieht, um nachzudenken, die Einsamkeit des stillen Klostergartens dem geschäftigen Treiben innerhalb des Klosters vor. Dennoch ist der Mönch von Heisterbach ein Mitglied der Klostergemeinde. Er könnte natürlich auch als Eremit leben, durch „die Welt ziehen“ und vollkommen auf sich selbst gestellt sein Leben nur Gott und der Kontemplation widmen. Aber er zieht es vor, unter Gleichgesinnten zu leben. Und dies, obwohl ihm der Klosteralltag sicherlich nicht nur Freude bereitet. Er hat Pflichten, die er erfüllen muss. „Was um ihn vorgeht, hört und sieht er nicht, Erst wie die fromme Vesperglocke schallt, Gemahnt es ihn der ernsten Klosterpflicht“.
Warum er das Leben in der Gemeinschaft dem Eremitenleben vorzieht hat vermutlich verschiedene Gründe. Der wohl wichtigste Grund ist, dass seine Existenz im Kloster gesichert ist. Würde er als Eremit durch „die Lande ziehen“, wäre es nicht gesichert, dass es ständig Speisen und Getränke zur Verfügung hat. So scheint es also, als hätte der „Mönch von Heisterbach“ schlicht die bequemere Alternative gewählt. Es scheint, als sei er gern allein und brauche diese Einsamkeit um nachdenken zu können und sich an Gott annähern zu können, quasi seinen Lebenssinn zu erreichen. Vielleicht ist genau dies auch der Grund, weshalb er, von sich selbst völlig unbemerkt, 300 Jahre durch den Garten streift. Möglicherweise brauchte er diese Zeit für sich selbst und um seine irdischen Aufgaben zu erfüllen.
Es scheint nicht nur, als wäre der Mönch ungern im Kloster, sondern als zweifle er an seinem gottgewidmeten Leben im Allgemeinen. „Der letzte dieses Namens, tönt es laut, Er war ein Zweifler und verschwand im Wald“.
Man könnte die Legende so verstehen, dass Gott dem Mönch 300 Jahre Zeit gegeben hat, um seine Zweifel zu beseitigen. Entweder Gott will damit seine eigene Existenz beweisen, oder Gott wusste, dass der Mönch von Heisterbach nur genug Zeit braucht, um wieder zu ihm zurück zu finden.
„Der Mönch von Heisterbach“ zeigt also sehr deutlich wie die Menschen in der Romantik mit Mönchen umgegangen sind, beziehungsweise auf welche Art sie sie gesehen haben. Einerseits kritisch, weil sie wussten, dass ein Leben in Einsamkeit und Kontemplation nicht einfach ist. Man glaubte, und wahrscheinlich traf dies auch zu, dass viele Mönche an ihrem stillen Leben zweifelten. Manch ein Mönch wusste nicht, ob er den richtigen Weg gewählt hat und das Klosterleben für ihn passend ist.
Doch andererseits war die Religion für die Romantiker sehr wichtig. Nicht umsonst heißt es in Zeile 31 der Ballade: „Da wird ein großes Gotteswunder klar:“. Man hielt Gott und „seine Wunder“ für möglich.
Somit wird „Der Mönch von Heisterbach“ zwar als Zweifler dargestellt, aber durch Gott und sein Eingreifen können diese Zweifel beseitigt werden. Vielleicht wollte Wolfgang Müller von Königswinter den Menschen mit dieser Ballade Mut zusprechen. Wenn doch mal eine Zeit kommt, in der sie an Gott zweifeln, brauchen sie ihm nur zu vertrauen. Gott wird entweder eine Möglichkeit finden, die Zweifel zu beseitigen oder die Menschen sollten einfach wissen, dass Gott die Möglichkeit hätte. Sie sollen ihm vertrauen.
Gerade in der Epoche der Romantik, in der die Menschen Gott und der Kirche gegenüber ein wenig zweigespalten waren, war es für die gläubigen Christen wichtig auf Gott zu vertrauen. Die Romantiker hielten Gott, die Kirche und ein Leben als Mönch schließlich nicht generell für schlecht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

5. Fazit

Wie oben bereits kurz erwähnt, ist sowohl eine innig erlebte Beziehung zur Natur, als auch eine tiefe Religiosität kennzeichnend für die Epoche der Romantik. Viele Forscher meinen, dass die jungen Romantiker zwischen dem Verlust der Religion, die einst selbstverständliche Lebensgrundlage war und der ihnen fragwürdig gewordenen, richtungslosen Gegenwart, einen ursächlichen Zusammenhang sahen. Sie suchten eine religiöse Erneuerung und wollten somit wieder eine Art Halt für das Bewusstsein der Menschen in der „neuen“ Zeit bringen.
So kann man also sehen, dass die Romantiker der Religion gegenüber überhaupt nicht abgeneigt waren, eher im Gegenteil. Dennoch werden Mönche in der Romantik nicht immer auf rein positive Weise dargestellt.
Ein Punkt ist der Zweifel am Gott-gewidmeten Leben, den die in der Romantik dargestellten Mönche fast immer durchleben müssen. Wie oben beschrieben, wird im „Mönch von Heisterbach“ ganz deutlich gesagt, dass eben dieser Mönch „ein Zweifler“ war. Natürlich besiegt er dann mit Gottes Hilfe seine Zweifel. Er bekommt viel Zeit zum nachdenken geschenkt, nämlich 300 Jahre. Und nach dieser langen Zeit kehrt er doch zurück zum Kloster. Vielleicht hat er, herumspazierend im Klostergarten, daran gedacht, das Kloster für immer zu verlassen. Doch nach genügend Zeit entscheidet er sich dafür, bei seinem Gott-gewidmeten Leben zu bleiben.
Zyniker könnten natürlich zu bedenken geben, dass „der Mönch von Heisterbach“ ja nun eine 300-jährige Pause hatte, in der er nicht im Kloster leben musste. Und somit kann er nach solch einer langen Zeit auch ohne Zweifel in sein Kloster und zu seinem gewöhnten Leben zurückkehren. Doch da er nicht wusste, dass er 300 Jahre durch den Wald und den Garten streift, kann man dies auch nicht wirklich als „Pause“ ansehen. Ihm kam die lange Zeit schließlich nur wie ein einziger Nachmittag vor.
Auch E.T.A. Hoffmanns Medardus zweifelt. Er ist sogar die Person, die sich von den hier beschriebenen Personen am untypischsten für einen Mönch verhält. Ein Mönch soll fromm sein, er soll in Stille leben, ein guter Mensch sein, enthaltsam, ohne sexuelle Befriedigung. Medardus ist das Gegenteil. Er lebt „über die Stränge“ wann es nur geht. Durch das Teufelselixiers tut er eigentlich genau das Gegenteil von dem, was von einem Mönch erwartet wird. Er macht sich, wenn auch unbewusst und ungewollt, über das Mönchtum lustig. Er negiert sein Gott-gewidmetes Leben und lebt ausgelassen und lebt vor allem seinen Emotionen aus. Genau dies sollte ein „typischer“ Mönch eigentlich nicht tun. Er sollte sich unter Kontrolle haben. Wenn in „Die Elixiere des Teufels“ auch nicht direkt gesagt wird, dass Medardus an seinem Mönchsleben zweifelt, wird dies jedoch wenigstens unbewusst der Fall sein. Der Leser merkt, dass das „Mönchsein“ für Medardus absolut nicht das Richtige ist. All die unterdrückten Gefühle, die er ohne das Elixier für immer hätte verbergen müssen, hätten ihn wahrscheinlich so oder so in den Wahnsinn getrieben. Medardus kannte kein anderes Leben, glaubte zufrieden zu sein. Doch das war er nicht.
Dies zeigt wieder, wie die Mönche in der Romantik angesehen wurden. Eben auf ambivalente Weise. Einerseits werden sie oft erwähnt, beschrieben und gemalt. Das bedeutet, gepaart mit der Religiosität der Romantik, dass Mönche durchaus hoch angesehen waren. Sie wurden wahrscheinlich bewundert und ihr Leben zum Teil auch als ideales Leben angesehen. Andererseits wurden sie, wie zum Beispiel in „Die Elixiere des Teufels“ sehr schön deutlich wird, als unzufriedenen Zweifler dargestellt, die lieber ein ausschweifendes, gar „wildes“ Leben führen würden.
Das passt sehr gut zu der ebenfalls ambivalenten Haltung der Romantiker gegenüber der Religion. Einerseits strebten sie eine religiöse Erneuerung an. Doch andererseits wollten sie mit dieser „Erneuerung“ auf die alten Werte verweisen. Sie wollten einen neuen Halt für die Menschen, der ihrer Meinung nach, abhanden gekommen war. Die Religion sollte neu, beziehungsweise weiter entwickelt werden, um die alten, traditionellen Werte nicht zu verlieren.
Der Mönch also wird als traditionell und sein Leben als erstrebenswert angesehen. Doch wenn „man“ schließlich ein Mönch ist, zweifelt „man“ doch. Scheinbar waren die Romantiker sich nicht ganz einig, wie sie mit der Religion und vor allem mit dem Mönchtum umgehen sollten.


Möglicherweise standen sie auch Gott oder einem „übernatürlichen Wesen“ generell positiv gegenüber. Doch vielleicht verurteilten sie trotzdem ein Leben im Kloster, ein Leben das ganz auf Gott und vor allem die Kirche ausgerichtet ist. Selbst heutzutage gibt es zahlreiche Menschen, die zwar an „eine Art Gott“ glauben, jedoch die Kirche verurteilen. Da besteht ein großer Unterschied. Die Kirche wird oft nur als, salopp ausgedrückt, „geldmachende Menschenverdummung“ angesehen. Wo hingegen Gott selbst eigentlich nichts mit der Kirche zu tun hat. Die Kirche, das Klosterleben und somit das gesamte Mönchtum sind von Menschen geschaffene Lebensweisen, mit denen sie glauben, sich an Gott annähern zu können. Ob dies wirklich so ist, selbst wenn es ein göttliches Wesen gibt, bleibt ungeklärt.
Gerade der „Mönch am Meer“ führt ein kontemplatives Leben. Er verbringt den Großteil seiner Zeit mit Nachdenken und in stiller Zurückgezogenheit. Dies wird von den Romantikern hoch geschätzt. Der „Mönch am Meer“ steht in der, von den Romantikern ebenfalls stark verehrten Natur, er blickt auf das Meer und ist in diesem Moment frei. Dass das Meer eher bedrohlich wirkt, spielt eher eine untergeordnete Rolle und steht vor allem für die dunklen Gedanken und Zweifel des Mönchs.
Doch in diesem Moment ist der Mönch frei, allein mit sich selbst und nicht etwa in den Zwängen des Klosters gefangen. Wahrscheinlich ist er sogar ein Eremit und gehört gar nicht fest zu einem Kloster. Das Gemälde wirkt zwar zum Teil bedrohlich und ruft teilweise auch negative Gefühle hervor. Jedoch geschieht dies vor allem auf den ersten Blick. Eigentlich ist es schön. Die Übermacht der Natur ist nicht nur bedrohlich, sondern lässt den Menschen auch ein Teil von ihr werden. Wer schon mal ein Gewitter oder einen starken Sturm am Meer erlebt hat, weiß wie unterschiedlich die eigenen Gefühle dabei sind. Man fühlt sich auch klein und unbedeutsam, der Übermacht der Natur vollkommen ausgeliefert, aber es ist ebenfalls ein beeidruckendes Gefühl. Man kommt sich fast Mächtig vor, auch wenn dies zunächst ein Widerspruch zu sein scheint.
Nun stellt sich die Frage, ob die Mönche in der Romantik als scheinheilig dargestellt werden. Liest man „die Elixiere des Teufels“ würde man die Frage zunächst ohne ein Zögern mit „ja“ beantworten. Medardus ist erst nach außen hin ein „braver“ Mönch. Auch im weiteren Verlaufe des Buches stehen ihm die meisten Personen positiv gegenüber. Erst wenn, durch das Elixier ausgelöst, seine Emotionen durchkommen, er sie ohne Hemmungen auslebt, wird er verfolgt und gehasst.
Wenn seine Mitmenschen seine Gefühle sofort erkennen würden, wenn sie schon zu Beginn wüssten, was in Medardus vorgeht, würden sie ihn sofort ablehnen.
E.T.A. Hoffmann stellt die Zunft der Mönche so dar, als würden sie sich stets verstellen. Medardus scheint nur ein Beispiel zu sein, für „den Mönch“ generell. Vermutlich ist, laut Hoffmann, jeder Mönch wie sein Protagonist.
Nach außen hin gottesfürchtig, fromm und enthaltsam, doch innerlich sieht es ganz anders aus. Innerlich schlummern die unterdrückten Gefühle, der Hass, die Gier, die Lust. Die Gefühle und Emotionen brauchen nur einen Vorwand um ausbrechen zu können. In „Die Elixiere des Teufels“ ist es eben dieses Elixier, das Medardus dazu bringt, all seine Wünsche und unterdrückten Gefühle auszuleben.
Doch die ist, wie gesagt, wohl nur ein Vorwand. E.T.A. Hoffmann stellt es so dar, als schlummern in allen Mönchen diese unterdrückten Gefühle.
Auch „Der Mönch von Heisterbach“ hat diese Emotionen in sich. Er zweifelt. Und auch wenn er seine Zweifel am Ende besiegt, geschieht dies doch nur durch ein Eingreifen Gottes selbst. Nur weil Gott sich selbst beweist, indem er dem „Mönch von Heisterbach“ 300 Jahre schenkt, in dem er sozusagen ein Wunder geschehen lässt, verliert dieser seine Zweifel. Doch natürlich greift Gott nicht immer ein.
Oft genug müssen die Mönche ein unbefriedigendes Leben führen. Zahlreiche Mönche woll(t)en eigentlich etwas anderes mit ihrem Leben anfangen. Viele sind als Kinder oder junge Knaben ins Kloster „gesteckt“ worden und konnten sich nicht wehren. Beziehungsweise wussten sie zunächst nicht, was sie erwartet. Als sie dann erwachsen waren und erkannten, dass dies nicht die Art zu leben ist, die sie wollen, ist es meist schon zu spät um aus dem Kloster auszubrechen. Manch ein Mönch ist vielleicht sogar mutig genug um das Klosterdasein hinter sich zu lassen. Doch viele Mönche trauen sich nicht, bleiben im Kloster obwohl sie sich eigentlich etwas anderes wünschen. Sie führen ein scheinheiliges Leben. Nach Außen hin sind sie ganz der fromme Mönch, doch innerlich fühlen sie sich ähnlich wie Medardus.
Dies gilt vor allem für die Zeit der Romantik oder auch für eine noch frühere Zeit. Wahrscheinlich trifft dies alles nicht auf die heutige Zeit zu. Denn heutzutage wird wohl kaum ein Junge unfreiwillig der Kirche übergeben und „ins Kloster gesteckt“.
Wer heutzutage sein Leben Gott widmen will, darf dies in der Regel selbst entscheiden, so dass diese innerer Unzufriedenheit gar nicht erst auftritt.
Doch diese Scheinheiligkeit trifft nicht auf jeden der hier behandelten Mönche zu. So macht „Der Mönch am Meer“ nicht den Eindruck scheinheilig zu sein. Dies kommt wahrscheinlich vor allem daher, dass er keinen Kontakt zu anderen Menschen hat. Abgesehen davon, dass er vermutlich sowieso ein Eremit ist und somit keiner Klostergemeinschaft angehört, sind auf Friedrichs Gemälde keine anderen Menschen abgebildet. Dies führt natürlich zu der schlichten Annahme, dass er kaum mit anderen Menschen verkehrt. Und dies gibt ihm auch keine Gelegenheit eine Scheinheiligkeit zu entwickeln. Er macht den Eindruck frei zu sein. Er ist allein mit sich und mit Gott. Er braucht sich vor niemandem außer eventuell vor Gott zu rechtfertigen. Er ist nicht an Klosterzwänge gebunden, hat keine wirklichen Pflichten.
Auch wenn in Friedrichs Gemälde gerade die Natur, und somit wohl auch Gott, bedrohlich wirkt, wird der Mönch doch eher positiv dargestellt. Er scheint das Ideal eines Mönches zu sein. Er denkt nach, zweifelt vielleicht sogar. Aber dies bleibt nun einmal nicht aus. Nur wer zweifelt kann sich geistig auch weiterentwickeln. Das Zweifeln selbst ist gar nicht so schlimm. Viel schlimmer ist die Scheinheiligkeit und die innere Unzufriedenheit, die daraus entsteht.
Diese ist nicht gut für den Mönch selbst und auch für seine Mitmenschen. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass eine innere Unzufriedenheit nicht glücklich macht. Doch ebenso negativ ist es, wenn man seine Mitmenschen belügt in dem man stets seine eigentlichen Emotionen unterdrückt.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass „Der Mönch“ in der Romantik eher negativ dargestellt wird. Meist ist er ein Zweifler und oft auch scheinheilig.
Dies ist natürlich nur die Art, wie die romantischen Künstler die Mönche gesehen haben. Ob wirklich in vielen Mönchen diese Gefühle und Emotionen vorhanden waren, kann hier nicht geklärt werden.

 

Fußnoten:

1. Zimmermann, Gerd: Ordensleben und Lebensstandard. Münster: Aschendorff 1973. S. 1.
2. Zimmermann, Gerd: Ordensleben und Lebensstandard. Münster: Aschendorff 1973. S. 150.
3. Zimmermann, Gerd: Ordensleben und Lebensstandard. Münster: Aschendorff 1973. S. 155-156.
4. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 4.
5. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 5.
6. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 6.
7. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 7.
8. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 8.
9. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 8.
10. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S. 10.
11. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Stuttgart: Reclam 1977. S 42.
12. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 79.
13. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 82.
14. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 82.
15. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 83-84.
16. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 84.
17. Börsch-Supan, Helmut: Caspar David Friedrich. München: Prestel Verlag 1973. S. 84.
18. Busch, Werner: Caspar David Friedrich. Ästhetik und Religion. München: C.H. Beck 2003. S. 47.
19. Jensen, Jens Christian: Caspar David Friedrich. Köln: M. DuMont Schauberg 1999. S. 88.
20. Busch, Werner: Caspar David Friedrich. Ästhetik und Religion. München: C.H. Beck 2003. S. 65.
21. Busch, Werner: Caspar David Friedrich. Ästhetik und Religion. München: C.H. Beck 2003. S. 66.
22. Busch, Werner: Caspar David Friedrich. Ästhetik und Religion. München: C.H. Beck 2003. S. 67.
23. Petrus 3,8
24. Psalm 90, 4-6