Nachricht

Durch eine Nachricht soll der Rezipient etwas Neues, Wichtiges und Interessantes erfahren. Wenn möglich treffen sogar alle drei Dinge gleichzeitig zu. Zuerst sollte immer das Wichtigste mitgeteilt werden oder zumindest das Interessanteste.

Nur neue Nachrichten sind interessant


In einer guten Zeitung würde man lesen „Die neue Bücherei an der Hauptstraße wird gebaut. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.“ So wird dem Leser gleich im ersten Satz das wichtigste Detail mitgeteilt.

Eine Nachricht ist niemals chronologisch aufgebaut. Das gilt nicht nur für die Medien, sondern wird auch im Alltag klar. Wenn zum Beispiel ein Nachbar an die Tür klopft, um zu sagen, dass das Haus brennt, wird er nicht sagen „Guten Abend. Ich bin vorhin in den Keller gegangen, um meine Wäsche zu waschen und dann hab ich komische Geräusche gehört. Dann hab ich mal nachgeschaut und gesehen, dass der Heizungskeller in Flammen steht.“

Auch der Nachbar wird das Wichtigste zuerst sagen, wie in diesem Fall „Es brennt, alle raus hier.“

Die wichtigste und oft auch schwierigste Aufgabe des Verfassers einer Nachricht besteht darin, zu entscheiden, was das Wichtigste an der Meldung ist. Auch muss er nicht alle Details nennen. Wenn zum Beispiel ein Politiker verschiedene Dinge bei einer Pressekonferenz gesagt hat, hat der Journalist das Recht, nur einen Teil davon in der Zeitung zu schreiben – eben das, was für die Leser am interessantesten ist.

Eine Nachricht sollte auf keinen Fall irgendeine Art von Kommentar enthalten. Nur wenn ein Sachverhalt ohne einen kleine Ergänzung oder Erläuterung für den Rezipienten nicht verständlich wäre, ist es erlaubt, ihn kurz zu erklären.

W-Fragen für das Verfassen einer Nachricht

Eine Hilfe für den Verfassers einer Nachricht können die sogenannten W-Fragen sein.


Wer hat etwas getan?

Wem ist etwas passiert?

Was ist passiert?

Wann?

Wo?

Wie?

Warum?

Welche Quelle steckt dahinter?

Allerdings kann das „Wie?“ und das „Warum?“ je nach Thema nicht immer beantwortet werden. Bei einer Naturkatastrophe zum Beispiel kann man oft nicht beantworten, warum es geschehen ist.