Rezension zu „Einmal Rupert und zurück“

„Einmal Rupert und zurück“ ist der fünfte und auch der letzte Roman aus der weltbekannten „Per Anhalter durch die Galaxis“-Reihe von Douglas Adams. Der Inhalt ist nur schwer zusammenzufassen, da die Protagonisten in den einzelnen Kaptiteln jeweils wechseln.
Zwar fügt sich am Ende alles zusammen, aber wenn man „Einmal Rupert und zurück“ liest, ohne die vorherigen Romane zu kennen, dauert es eine Weile, bis man als Leser wirklich durchblickt.

Die Fernsehmoderatorin Tricia McMillan (die aus den anderen Romanen bekannte Trillian – hier in einem anderen Universum) wird von Außerirdischen entführt und zum Planeten Rupert gebracht. Die grebulonischen Forscher bitten Tricia um Hilfe. Sie können sich an nichts mehr erinnern und wollen, dass Tricia ihnen bei der Deutung von Horoskopen behilflich ist.

Arthur und Trillian haben eine Tochter


Währenddessen geht es um Ford Prefect, der erfährt, dass das Hauptquartier des Anhalters übernommen wurde. Nach einigem hin und her und zwei Sprüngen aus dem Fenster, stiehlt er eine verbesserte Version des Reiseführers und schickt ihn als Paket an Arthur Dent.

Arthur wiederum lebt im Moment als Sandwichmacher auf einem, der Erde recht ähnlichen Planeten, wo er ein einigermaßen zufriedenes Leben führt. Plötzlich taucht dort Trillian auf und erklärt ihm, dass die beiden eine fast erwachsene Tochter haben – Random – die von jetzt an bei Arthur leben soll, weil Trillian beruflich unterwegs ist.
Als das geheimnisvolle Paket mit dem neuen Reiseführer bei Arthur ankommt, gelingt es Random, es an sich zu bringen und zu öffnen. Heraus kommt der neue Reiseführer in Form eines Vogels. Random und der Vogel fliehen von Arthurs Planeten.
Ford Prefect und Arthur folgen ihr und treffen auf der Erde (die eigentlich zerstört wurde) auf Random und Tricia, die nicht weiß, dass Random ihre Tochter ist, da dieser Teil des Romans in einer Art parallelem Universum spielt.

Gleichzeitig lustig und verwirrend

Douglas Adams Roman ist verwirrend. Zumindest bei der ersten Lektüre bleiben viele Fragen offen. Der Autor wirft mit Fantasienamen und Begriffen um sich, mit denen der unerfahrene Leser nichts anfangen kann. Hinzu kommt, dass der Rezipient oftmals das Gefühl hat, alles gehe zu schnell und er komme kaum mit.

Dennoch ist „Einmal Rupert und zurück“ von Douglas Adams definitiv absichtlich auf diese Weise geschrieben worden und für Fans der „Per Anhalter durch die Galaxis“-Reihe ein wahres Lesevergnügen. Man muss beim Lesen aber schon konzentriert sein, um nichts zu verpassen.
Der Roman ist witzig und lässt den Leser oft schmunzeln. Selbst wenn er zuvor noch nie etwas von „Absolut normalen Viechern“ gehört hat, macht allein der Name Lust darauf, mehr über die Hauptzutat der köstlichen Sandwichs zu erfahren.

Die rasante Fahrt durch das Universum reißt den Leser mit. Er kann das Handeln des Protagonisten Arthur Dent nachvollziehen und sich mit ihm identifizieren. Dent, der von der zerstörten Erde stammt, nimmt all die merkwürdigen Dinge um ihn herum mit einer Selbstverständlichkeit wahr, die zeigt, dass er akzeptiert hat, dass es so viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als er sich jemals vorstellen konnte.

Der Roman sorgt für gute Laune


„Einmal Rupert und zurück“ ist ein lustiges Buch und wenn man sich etwas konzentriert, auch gut zu lesen. Einfacher wird es natürlich, wenn der Leser auch die vier vorherigen Romane kennt.

Doch selbst wer nur diesen Roman liest, weil er ihn vielleicht auf einem Flohmarkt zufällig ergattert hat, wird ihn genießen. Das Buch ist genau das Richtige für einen entspannten Tag auf einer Gartenliege oder auf einer sonnigen Wiese im Park. „Einmal Rupert und zurück“ macht gute Laune und regt zum Nachdenken an.
Vielleicht hat Douglas Adams Recht und die Erde ist nur einer von vielen bewohnten Planeten? Vielleicht ist es wirklich ratsam, immer ein Handtuch dabei zu haben und sich zu erkundigen, ob die Erde einer Hyperraumumgehungsstraße weichen soll?

„Einmal Rupert und zurück“ von Douglas Adams ist für 7,95 Euro im Heyne Verlag erhältlich.